- VonNora Kraftschließen
Niklas Hechtschließen
Nach der Hitzewelle kühlt es in Hessen ab: Das Wochenende bringt Schauer und Gewitter. Besonders der Norden könnte erneut betroffen sein.
+++ 18.44 Uhr: Am Samstagabend ist nun auch die erste offizielle Warnung vor Dauerregen in Nordhessen da. Der DWD warnt den Kreis Waldeck-Frankenberg vor Dauerregen der Stufe 2 von 4. Der ist voraussichtlich ab heute Abend, 22 Uhr bis Sonntagmorgen, 10 Uhr zu erwarten. Straßen und Unterführungen könnten überflutet und so zur Gefahr werden, schreiben die Wetterexperten.
+++ 17.02 Uhr: Der DWD weitet seine Gewitter-Warnungen für Nordhessen aus. Demnach können im Schwalm-Eder-Kreis und im Kreis Hersfeld-Rotenburg bis etwa 18 Uhr starke Gewitter der Stufe 2 von 4 auftreten.
Viel Regen am Wochenende in Nordhessen: DWD warnt vor Dauerregen im Kreis Waldeck-Frankenberg
Update vom Samstag, 17. August, 15.07 Uhr: Am Nachmittag warnt der DWD nun offiziell vor starken Gewittern in Nordhessen. Namentlich betroffen sind die Kreise Kassel, Schwalm-Eder und Werra-Meißner sowie die Stadt Kassel. Die Warnung gilt aktuell noch bis 15.30 Uhr, kann von den Wetterexperten aber jederzeit verlängert werden. Es kann in der Zeit zu Starkregen mit bis zu 25 Litern Niederschlag pro Quadratmeter in der Stunde sowie zu Windböen mit Geschwindigkeiten um 60 km/h kommen.
Erneut Starkregen in Nordhessen erwartet
Erstmeldung vom Samstag, 17. August, 12.17 Uhr: Offenbach – Nach der Hitzewelle in den vergangenen Tagen, kühlt das Wetter in Hessen am Samstag und Sonntag, 17. und 18. August, merklich ab. Dafür drohen im Bundesland am Wochenende Schauer sowie teils Gewitter und Starkregen. Ab dem Samstagnachmittag und am Abend soll es einzelne Schauer und Gewitter geben, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit Sitz in Offenbach mitteilte. Dabei ist lokaler Starkregen mit 15 bis 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. In der Nacht zum Sonntag zieht aus dem Südwesten schauerartiger Regen auf, vereinzelt könne es dabei auch Gewitter geben.
Wetter am Wochenende in Hessen wechselhaft
Besonders den Norden könnte es abermals treffen. In einem schmalen Streifen insbesondere in Nord- und Mittelhessen erwarten die Meteorologen mehrstündigen Starkregen mit 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter, örtlich sind auch Mengen zwischen 40 und 60 Liter nicht ausgeschlossen. Die genauen Regionen sind bisher aber noch unsicher. Erst vor wenigen Wochen hatte ein Unwetter vor allem im Kreis Kassel für Verwüstungen gesorgt. Ganze Straßenzüge wurden vom Regen zerstört, Autos wurden weggespült und Schlammmassen fluteten die Ortschaften.
Eine Unwetterwarnung wie vor dem Starkregen Anfang August hat der DWD bislang aber nicht veröffentlicht. Damals fielen in Nordhessen örtlich 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in der Stunde, lokal könnten es auch mehr als 150 Liter pro Quadratmeter gewesen sein.
„Regional kann es richtig nass werden“, prophezeit Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net auch für das aktuelle Wochenende – wenn auch nach aktuellen Vorhersagen in kleinerem Maßstab als vor zwei Wochen. Ähnlich wie der DWD prognostiziert Jung erst einmal kühlere Temperaturen als zuletzt. „Von ganz großer Hitze ist keine Spur mehr, aber auch nicht von großer Kälte.“ Die Temperaturen blieben trotz Regenwetter weiter im sommerlichen Bereich um 25 Grad, teilweise noch darüber.
Vor allem im Nordosten Hessens könnte Starkregen fallen
Am Sonntag soll es laut Wetterdienst zunächst grau werden und zeitweise Schauer geben. Vor allem im Nordosten könnte Starkregen fallen. Am Abend sollen die Niederschläge allmählich abklingen. Die erwarteten Höchstwerte liegen bei kühleren 21 bis 24 Grad, mit den höchsten Werten im Rhein-Main-Gebiet. Die neue Woche soll heiter bis wolkig und wahrscheinlich niederschlagsfrei beginnen. Maximal erreichen die Thermometer 22 bis 25 Grad, im höheren Bergland etwa 20 Grad. Am Dienstag soll es dann wieder wärmer werden: Bei einem Mix aus Sonne und Wolken rechnen die Meteorologen mit Höchstwerten von 26 bis 29 Grad.
Freuen dürften sich über den Niederschlag die hessischen Böden. Nach den heißen Tagen herrscht in Teilen Hessens, insbesondere in Mittelhessen, schon wieder Trockenheit, wie der Dürremonitor des Helmholtz-Instituts anzeigt. Das gilt derzeit allerdings nur für das pflanzenverfügbare Wasser bis 25 Zentimeter. Im Gesamt bis etwa 1,8 Meter sind die hessischen Böden weiterhin mit Wasser versorgt. (nhe/dpa)

