Hessenwahl-Umfrage: Alle sind optimistisch

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Die Reaktionen der Parteien auf die Meinungsumfrage. Alle werten das Ergebnis als motivierend.

Mit unterschiedlichen Einschätzungen haben die Landtagsparteien am Freitag die jüngsten Umfrageergebnisse zur Hessenwahl kommentiert.

Die CDU titelte „Kurs statt Chaos“. Der Spitzenplatz zeige, dass die Union auf dem richtigen Weg sei, urteilte Generalsekretär Manfred Pentz. „Nicht zu viel versprechen, aber dafür alles halten. Genau das ist den Menschen aktuell wichtiger denn je.“ Boris Rhein und das CDU-Team böten „ein klares Kontrastprogramm zur Streit-Ampel in Berlin“. Mit 11 Prozent und 13 Prozent habe die CDU jetzt einen deutlichen klaren Abstand zu SPD und Grüne.

Für die SPD ist noch nichts entschieden. Die hohe Zahl an Unentschiedenen bedeute großes Potenzial für die SPD, sagte Generalsekretär Christoph Degen. Die Umfrage bilde erstens ab, dass die politische Stimmung in Hessen unverändert stark von der Bundespolitik beeinflusst werde. Und zweitens, dass sich die Präferenzen der Wählerinnen und Wähler über den Sommer kaum bewegt hätten. Die SPD liege in der „Sonntagsfrage“ konstant vor den Grünen. Demnach werde es zwischen ihrer Kandidatin Nancy Faeser und Rhein zu einem Zweikampf um die Staatskanzlei kommen. „Unsere Motivation ist außerordentlich hoch, das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler in die SPD weiter zu stärken und den Erwartungen und Hoffnungen der Menschen gerecht zu werden.“

Die Grünen sehen sich bestätigt, dass sie mit Tarek Al-Wazir „einen überzeugenden und beliebten Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten“ nominiert haben. „Die Menschen in Hessen kennen und schätzen ihn“, sagten die Landesvorsitzenden Sigrid Erfurth und Sebastian Schaub. Al-Wazir habe „einen Plan für dieses Land“. Die Grünen würden nun alles geben, damit Hessen den ersten grünen Ministerpräsidenten bekommt.

Die FDP wertet ihre sechs Prozent als „solide Ausgangsbasis“, die nun ausgebaut werden soll. Ziel sei, Schwarz-Grün abzulösen, sagte Spitzenkandidat Stefan Naas.

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