VonEike Zennerschließen
In weiten Teilen Deutschlands steigt das Thermometer über die Marke von 30 Grad. Meteorologe Dominik Jung warnt nun allerdings vor einer „brisanten Wetterlage“.
Fulda/Wiesbaden - Deutschland erlebt aktuell - da meteorologisch bereits der Herbst begonnen hat - die längste Hitzeperiode des Jahres. In Ostdeutschland wurden zuletzt Temperaturrekorde gebrochen. Und Meteorologe Dominik Jung geht davon aus, dass das Sommerwetter dort auch weiter anhalten wird.
Viel Regen im Westen? Experte sieht „brisanter Wetterlage“
„Die Hitzewelle geht im Osten noch einige Tage weiter. Wahrscheinlich wird die 30-Grad-Marke noch bis Montag oder Dienstag täglich erreicht beziehungsweise überschritten werden“, erklärt Jung. Der Geschäftsführer des Wetterdienstes Q.met sagt: „Das ist aktuell eine sehr ungewöhnliche Wetterlage. So eine lange und ausgeprägte Hitzewelle in Ostdeutschland und das so spät im Jahr hat Seltenheitswert.“
Insgesamt deutet sich aber eine Wetter-Wende an. Damit einher geht eine mögliche „brisante Wetterlage“, so Jung. „Der trockenen und heißen Hitze im Osten stehen schwülwarme Luftmassen über Westeuropa gegenüber“. Mittendrin könne sich eine Unwetterlage mit viel Regen ausbilden. Danach wird es deutlich kühler.
„Das europäische Wettermodell ECMWF sieht den Regenschwerpunkt zwischen Frankreich und Deutschland, genau in der grenznahen Region. Dort werden derzeit gefährliche Regensummen berechnet, 200 bis 300 Liter von Sonntag bis Dienstag“, kündigt Jung an. Die mögliche Folge: eine größere Hochwasserlage. „Betroffen wären auch deutsche Flüsse wie etwa die Mosel.“
Wetter-Wechsel deutet sich an
In der Region Osthessen hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) bereits am Donnerstagabend (5. September) vor schweren Gewittern gewarnt. Der Freitag (6. September) bleibt dann wechselhaft. „Einzelne Gewitter, lokal mit Starkregen, sind nicht ganz ausgeschlossen“, so die Wetter-Experten.
Nach einer Wetter-Beruhigung am Samstag drohen am Sonntag und zu Beginn der neuen Woche in Hessen neue Niederschläge. „Sommerliebhaber sollten den Samstag unbedingt nochmals ausnutzen!“, rät DWD-Meteorologe Nico Bauer. „Bereits in der Nacht zu Sonntag deutet sich die Wetter-Umstellung im Westen an.“ Das Quecksilber fällt dann deutlich.
