HÖCHST

Höchster Weihnachtsmarkt diesmal ohne Schlosshof

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Weil hier gearbeitet wird, kann der Weihnachtsmarkt dort nicht stattfinden.
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Der Vereinsring muss wegen diverser Bauarbeiten Abstriche bei der Planung machen. Die Nachfrage nach Ständen ist groß.

Der Weihnachtsmarkt des Höchster Vereinsrings wird am ersten Adventswochenende (30. November und 1. Dezember) von drei Baustellen gesäumt: Am Aufgang vom Maintor zum Schlossplatz wird am Fährmannshäuschen gearbeitet, auf dem Justinusplatz ist die Dependance der Robert-Koch-Schule das dritte Jahr in Folge Baustelle, und die Steinbogenbrücke zum Alten Schloss wird seit einigen Wochen saniert. Das hat zur Folge, dass der komplette Schlosshof in diesem Jahr nicht für den Weihnachtsmarkt genutzt werden kann.

Zwar sind Schlosskeller und -café über das Neue Schloss zugänglich und haben auch geöffnet, aber dichtes Gedränge darf es auf dem Areal nicht geben: Der eigentliche Fluchtweg ist derzeit Zugang, es fehlt der für große Veranstaltungen gesetzlich vorgeschriebene zweite Ausgang. Noch dazu kommt, dass alles an Material mit der Sackkarre über den schmalen Verbindungsweg vom Neuen zum Alten Schloss transportiert werden müsste. „Es tut uns sehr leid, aber wir müssen deshalb auf den Schlosshof verzichten“, sagt Claus Cromm, der Vorsitzende des Vereinsrings. Auch das Ritterlager im Burggraben muss pausieren.

Trotzdem wird der Markt größer als die Corona-Notversionen: Schlossplatz und Justinusplatz können bis auf die genannten kleinen Einschränkungen genutzt werden. Die Nachfrage nach Ständen ist groß. Angesichts des beschränkten Platzes wird es wohl eine Standgrößen-Beschränkung geben.

Auf die Bühne und das Kinderkarussell wollen die Planer auf jeden Fall nicht verzichten; auch mit den „Walking Acts“, die voriges Jahr beim Weihnachtsmarkt oder dieses Jahr beim Schlossfest zauberhafte Akzente gesetzt haben, ist man im Gespräch.

Erwartet werden in diesem Jahr auch wieder Gäste aus der großen „Rose-of-Tralee“-Familie: Rund 40 „Roses“, Escorts und Jurymitglieder haben sich bereits angekündigt. „Da sind noch nicht die irischen Musiker dabei“, sagt Bernd Scheu vom geschäftsführenden Vorstand des Vereinsrings, der beim Thema „Rose of Tralee“ die Fäden in der Hand hält. Seitdem das südirische Städtchen Tralee 2009 Schlossfest-Partner war, ist die Verbindung intensiv: Höchst ist Austragungsort der Wahl zur „German Rose“, die am Wettbewerb in Irland teilnimmt. Früher war das jedes Jahr, inzwischen ist „Germany“ nur jedes zweite Jahr im Rennen, weil der Kreis der teilnehmenden Länder, Städte und irischen Countys so immens gewachsen ist.

Die bei einem großen Festival in Tralee gekürte „Rose of Tralee“ vertritt für ein Jahr auf einer Welttournee die Stadt Tralee, das County Kerry und die Republik Irland und repräsentiert auch das Zusammengehörigkeitsgefühl irischer Auswanderer. Bewerbungen kommen aus Irland, Schottland, England, den USA, Australien und Neuseeland – wo immer auch Iren leben. Die aktuelle Titelträgerin Keely O’Grady etwa kommt aus Neuseeland – und will, wie ihre Vorgängerinnen seit anderthalb Jahrzehnten, beim Weihnachtsmarkt in Höchst dabei sein.

Der Vereinsring Höchst wird dieses Jahr auch wieder die von der Stadt gestellten Weihnachtsbäume am Höchster Bahnhof und auf dem Schlossplatz schmücken. Auf eines verzichten die ehrenamtlich Aktiven aber nach einer von ihnen nicht zu verantwortenden Pannenserie: auf den adventlichen Schmuck des Rondells auf dem Dalbergplatz. In den vergangenen Jahren hatte der Vereinsring auf eigene Kosten dort zwölf kleine Bäume im Rund aufgestellt und mit Lichterketten aus dem eigenen Fundus geschmückt. Früher waren hin und wieder Bäume gestohlen oder Lichterketten abgeschnitten worden. Diesmal war das Ärgernis größer. Die Strom-Installation dort hat nicht funktioniert, und der Stadt ist es über die gesamte Adventszeit nicht gelungen, den Fehler dauerhaft zu beheben.

Wer einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt machen möchte, kann sich unter www.schloss-fest.de oder www.vereinsring-hoechst.de bewerben

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