Hotelanbau

Neue Pläne für das Märchenschloss Sababurg: Klimafreundlicher, aber auch teurer

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Überarbeitet: Gegenüber dem Vorentwurf für den Hotelneubau an der Sababurg wurden nicht nur Fensteraufteilung und Zuschnitte geändert. Jetzt entsteht ein Großteil des Baus aus Holz statt Beton.
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Der Neubau des Hotels Sababurg soll nun aus Holz statt aus Beton entstehen, und deutlich teurer werden.

Sababurg – Die Planungen für den Neubau des Hotels und Restaurants an der Sababurg sind überarbeitet worden. Es soll jetzt noch klimafreundlicher werden, erklärte am Mittwoch Hessens Finanzminister Michael Boddenberg bei einem Besuch in der Burgruine bei Hofgeismar im Kreis Kassel. Der Neubau soll nun nicht mehr aus Beton bestehen, wie der alte Bau aus den 1970er-Jahren und wie es auch die erste Neuplanung vom Herbst 2021 vorsah, sondern zum Großteil aus Holz.

Ökologische Wärmedämmung

Die Burg erhält eine neue Nutzungsperspektive. „Wir legen Wert auf einen klimafreundlichen Neubau, der sich in die Kulturlandschaft gut einfügt. Die Hotelzimmer werden deshalb in Holzbauweise erstellt. Nur der Gebäudesockel sowie die Treppenräume und Versorgungsschächte werden in Beton gefertigt“, erklärte Boddenberg. Das Dach wird als Holzkonstruktion mit ökologischer Wärmedämmung und mit Metalldeckung ausgeführt und die Fassade mit Holzschindeln bekleidet. Der CO2-Abdruck werde durch die Holzbauweise des Neubaus erheblich reduziert.

Fast alles soll barrierefrei werden

Bis auf einige historische Bereiche im Umfeld des Pallas sollen die Flächen des Hotel- und Restaurantgebäudes barrierefrei erreichbar sein. „Feste feiern, Seminare halten, die Seele baumeln lassen, all das wird nach dem Restaurant- und Hotelneubau auf der Sababurg wieder möglich sein“, erklärte der Finanzminister, der auf seiner Sommerreise in Nordhessen Station machte.

Michael Boddenberg

Beachtliche Kostensteigerungen

Der vor den Baukostensteigerungen auf etwa zwölf Millionen Euro geschätzte Neubau wird nun auch wegen zusätzlicher Vorhaben etwa 43 Millionen Euro kosten. „Die können sich angesichts der unbeständigen Lage auf dem Baumarkt noch verändern“, erklärte Boddenberg: „Wir investieren hier in ein Kulturgut, einen Tourismusmagneten – und auch in wirtschaftliche Perspektiven für den ländlichen Raum.“

Thomas Platte , Direktor des Landesbetriebs Immobilien Hessen (LBIH).

Am Zeitplan wird sich laut Thomas Platte, Direktor des Landesbetriebs Immobilien Hessen, nichts ändern – mit der Fertigstellung wird Ende 2027 gerechnet. Bürgermeister Torben Busse sagte, die überarbeitete Planung spreche einmal mehr für den Standort im Naturpark Reinhardswald. (Thomas Thiele)

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