Seit April im Einsatz

Im Team gegen Klimawandel: Kommunen und Manager entwickeln mit Bürgern Konzepte

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Der Zustand der Wälder hat sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Die Situation hat man auch im Werra-Meißner-Kreis im Blick (Symbolbild).
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Die Einbindung der Bürger in die Entwicklung von Klimaschutzkonzepten markiert einen Wendepunkt im Umgang mit dem Klimawandel. Mit der Unterstützung von Managern und Kommunen werden Bürgerideen in konkrete Projekte umgesetzt, so das Ziel.

Werra-Meißner – Die Folgen des Klimawandels will man im Werra-Meißner-Kreis nicht alleine lösen: Zwei Klimaanpassungs-Manager haben im April ihre Arbeit in der Kreisverwaltung aufgenommen und wollen in einer Allianz aus 15 Kommunen und Bürger-Ideen dem Klimawandel begegnen.

Höhere Temperaturen und extreme Wetterereignisse wie Stürme, Starkregen, Hitzewellen und Dürreperioden nehmen zu, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Hitze und Trockenheit der Sommermonate und starke Regenfälle und Überschwemmungen kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres seien Beleg dafür.

„Um diesen Risiken durch die Klimaveränderung zu begegnen, wird der Werra-Meißner-Kreis in den nächsten zwei Jahren gemeinsam mit 15 teilnehmenden Kommunen im Kreis Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel erarbeiten. Diese Maßnahme wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) mit einem Fördersatz von 90 Prozent gefördert“, teilt Landkreis-Sprecherin Jana Fahlbusch mit.

Bei der Auftaktveranstaltung mit Kreisbeigeordnetem Dr. Philipp Kanzow in seiner Funktion als Klimadezernent wurde die Grundlage für die Zusammenarbeit geschaffen. Bürgermeister und Verwaltungsmitarbeiter aus den Städten und Gemeinden Bad Sooden-Allendorf, Berkatal, Eschwege, Herleshausen, Hessisch Lichtenau, Meißner, Meinhard, Neu-Eichenberg, Sontra, Waldkappel, Wanfried, Wehretal, Weißenborn und Witzenhausen waren dabei.

Thematisiert wurden die vergangenen Überschwemmungen durch Starkregen, die rückläufigen Schüttungen von Quellen in Dürresommern und das Baumsterben. Bis März 2026 soll gemeinsam mit den Kommunen ein Anpassungskonzept erarbeitet werden. Gezielt eingebunden werden sollen auch Bürgerinnen und Bürger. Für sie soll es Beteiligungsformate geben, um ihre Betroffenheit und Vorschläge einzubringen.

In Folgeprojekten sollen dann Problemlösungen umgesetzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweilige Stadtverordnetenversammlung beziehungsweise Gemeindevertretung die Umsetzung des Anpassungskonzepts beschließt.

Fragen, Ideen und Vorschläge können bereits jetzt an die Klimamanager Johannes Wüllenweber (johannes.wuellenweber@werra-meißner-kreis.de, Tel. 0 56 51/302-47 56) und Tabea Heiligenstädt (tabea.heiligenstaedt@werra-meißner-kreis.de, Tel. 0 56 51/302-47 57) gerichtet werden.

Thema schon bei den Jüngsten präsent

Der Klimawandel ist schon bei Kindern und Jugendlichen Thema, unter anderem bei der Umweltbildung, die der Geo-Naturpark anbietet. „Das Land Hessen hat eine ganze Liste sogenannter klimasensibler Arten veröffentlicht“, sagt Dr. Sabine Budde, stellvertretende Geschäftsführerin des Geo-Naturparks. Projekte, die diese negativen Effekte auf Pflanzen, Tiere und Lebensräume senken, werden gefördert und sind damit Teil der Arbeit des Geo-Naturparks in der Region.

Von Konstantin Mennecke

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