VonCaspar Felix Hoffmannschließen
Der Immobilienmarkt zieht an, aber in Großstädten wie Frankfurt sind die Preise noch rückläufig. Eine Trendwende wird für Mitte 2024 erwartet.
Frankfurt – Der seit anderthalb Jahren aus Käufersicht günstige Immobilienmarkt könnte laut immowelt-Preiskompass ab Mitte des Jahres einen Aufwärtstrend erleben, von dem dann eher die Eigentümer profitieren dürften. Im vergangenen Quartal seien die Angebotspreise für Bestandswohnungen im Bundesdurchschnitt nur noch um 0,2 Prozent gesunken, was darauf hindeute, dass die Talsohle bei den Immobilienpreisen bald erreicht sein könnte. Der Quadratmeterpreis liegt aktuell bei durchschnittlich 3.124 Euro.
In 30 der 75 untersuchten deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern steigen die Preise bereits wieder, in 43 Städten sinken sie weiter. Deutlich setzt sich der Abwärtstrend in Frankfurt und Stuttgart fort. In Frankfurt sanken die durchschnittlichen Angebotspreise um 2,6 Prozent auf 5.439 Euro pro Quadratmeter. Spitzenreiter sind jedoch Saarbrücken und Göttingen mit einem Minus von jeweils 4,3 Prozent.
Analysten erwarten Trendwende bei Frankfurter Immobilienpreisen im Sommer
Die leichte Entspannung am Zinsmarkt und die stabile Haltung der Europäischen Zentralbank beim Leitzins deuteten auf einen möglichen Preisanstieg am Immobilienmarkt hin. Immowelt-Geschäftsführer Felix Kusch betont, dass mit einer Verbesserung der Kredit- und Zinskonditionen im Jahr 2024 eine stärkere Nachfrage und Preissteigerungen insbesondere in „attraktiven Märkten“ und bei energetisch sanierten Wohnungen möglich sind. „Für Suchende, die bereits eine Immobilie im Auge haben, könnte jetzt der richtige Zeitpunkt für den Erwerb sein“, so Kusch.
Die immowelt-Analyse basiert auf einer Auswertung der auf der Plattform inserierten Wohnungen mit statistischen Methoden. Sie gibt einen Einblick in die dynamische Entwicklung des Wohnimmobilienmarktes in Deutschland. (cas)
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