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Lijana Kaggwa überrollte nach ihrer Teilnahme an „Germanys Next Topmodel“ eine Hasswelle. Nun besucht sie Schulen um Präventionsarbeit zu leisten.
Gudensberg – In der Dr. Georg-August-Zinn-Schule in Gudensberg (Schwalm-Eder-Kreis) stand sie den Schülern Rede und Antwort und las aus ihrem Buch „Du verdienst den Tod“, welches 2023 erschien. Was es heißt, digital und im realen Leben gemobbt und bedroht zu werden, musste Lijana Kaggwa am eigenen Leib spüren.
Nach ihrer Teilnahme an der 15. Staffel der Castingshow „Germany’s Next Topmodel“ (GNTM) 2020 schlug der 27-jährigen Kasselerin eine Hasswelle entgegen, die sie letztlich, wie sie selbst sagt, in Depressionen und Suizidgedanken trieb.
Im HNA-Gespräch verrät die Influencerin (172 000 Follower auf Instagram), wie sie es aus den dunklen Zeiten geschafft hat und wie sie Betroffenen helfen will.
Lijana Kaggwa im Interview: Hasswelle nach Teilnahme an Germany‘s Next Topmodel
270 Schüler hören an dem Vortrag von Lijana Kaggwa in Gudensberg
Gespannt lauschten 270 Schüler der Dr. Georg-August-Zinn-Schule (GAZ) Gudensberg und der Anne-Frank-Schule Fritzlar, als Lijana Kaggwa aus ihrem Buch „Du verdienst den Tod“ las.
Dabei ging es vor allem um ihre Teilnahme an der Castingshow „Germany’s Next Topmodel“ und die darauffolgende Hasswelle im Netz.
Mit einer so negativen Resonanz habe sie nie gerechnet. „Ich wollte nicht mehr leben. Mein Leben war mir völlig egal“, verdeutlicht die 27-Jährige die Auswirkungen von Mobbing.
Mit Aktionstagen an Schulen und Universitäten möchte die Kasselerin sich gegen Mobbing und Cybermobbing einsetzen.
Polizeihauptkommissar warnt vor verstärktem Cybermobbing
Begleitet wird sie dabei von Sascha Aschermann, Polizeihauptkommissar und Geschäftsführer des Netzwerkes gegen Gewalt. „Lijana hat einen anderen Zugang zu den Schülern. Sie holt sie in ihrer Welt ab und trifft genau den Kern“, erklärt der Polizist.
Die Veranstaltung in der GAZ fand anlässlich des jährlichen „Behaupte-Dich-Gegen-Mobbing-Tags“ statt. „Cybermobbing nimmt verstärkt zu. Das merken wir immer wieder“, sagt Aschermann.
Viele Schüler nutzten vor allem die Fragerunde, um die Influencerin über ihre Teilnahme an der Castingshow auszufragen. Aschermann betonte vor allem, dass man sich nicht davor scheuen, solle, sich bei Mobbing an die Polizei zu wenden.
GAZ-Schülerinnen berichteten von ihren Erfahrungen mit Mobbing
Die GAZ-Schülerinnen Christina Papadakis und Lina Sporbert wissen aus eigener Erfahrung, wie sich Mobbing anfühlt. „Vielen ist nicht bewusst, was sie sagen und welchen Schaden das anrichtet. Ich finde es gut, dass Lijana sich dafür einsetzt“, sagt Christina Papadakis.
Die beiden Schülerinnen gingen mit einem guten Gefühl nach Hause. „Ich habe heute gelernt, dass man sich trauen sollte etwas zu sagen, wenn jemand anderes gemobbt wird. Vor allem sollte man immer an sich selbst glauben“, betont Lina Sporbert aus Werkel.

