VonMyriam Lenzschließen
Erst vor knapp einem Jahr wurde die Papierfabrik von einem amerikanischen Konzern übernommen. Was wird nun aus den 200 Arbeitsplätzen?
Ober-Schmitten – Schock in Ober-Schmitten: Die Vertreter der ISH Paper GmbH Ober-Schmitten und der Spezialpapierfabrik Ober-Schmitten GmbH haben am Mittwochvormittag ein vorläufiges Insolvenzverfahren beim Gericht in Friedberg beantragt. Und das ein knappes Jahr nach der Übernahme von dem amerikanischen Konzern Glatfelter.
Im Frühjahr hatte die Konzernspitze noch den Kauf einer neuen Papiermaschine angekündigt und wollte dafür 500 Millionen Euro in den Niddaer Stadtteil investieren. Neue Mitarbeiter wurden eingestellt, fünf Auszubildende starteten im August ins erste Lehrjahr.
200 Arbeitsplätze im Wetteraukreis bedroht
Über 200 Arbeitsplätze stehen nun auf der Kippe. Viele von ihnen warten noch auf die Auszahlung des August-Lohnes. Auch wenn sich Betriebsrat und Vertreter der Gewerkschaft IGBCE mit der Geschäftsführung in den vergangenen Wochen um die Gestaltung der Schichten gestritten haben, wurde dies lediglich als ein Rumoren bezeichnet.
Nach Aussagen mehrerer Betriebszugehöriger sind etliche Aufträge für die Herstellung der Spezialpapiere vorhanden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Frankfurter Rechtsanwalt Dr. Jan Markus Plathner bestellt.
