Flughafen Frankfurt

Lufthansa streicht wohl 400 Jobs – Veränderungen in Frankfurt stehen an

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Lufthansa plant, 20 Prozent der Verwaltungsstellen in seiner Hauptgesellschaft zu streichen. Das Unternehmen hofft, durch natürliche Fluktuation und Automatisierung Einsparungen zu erzielen.

Frankfurt – Laut einem Bericht plant der in Frankfurt ansässige Lufthansa-Konzern, etwa 20 Prozent der Verwaltungsstellen in seiner ineffizienten Hauptgesellschaft zu streichen. Das „Manager Magazin“ berichtet, dass der Vorstand vorsieht, etwa 400 Positionen durch natürliche Fluktuation und Automatisierung zu reduzieren.

Schon im Sommer hatte der Konzern ein umfangreiches Sparprogramm für seine Hauptmarke mit dem Kranich-Logo angekündigt und präzisierte die Pläne im Herbst. Während andere Konzernunternehmen wie Swiss, Austrian, Eurowings, Brussels und Lufthansa Technik weitgehend auf Kurs waren, klafften bei der Hauptgesellschaft Lufthansa Kosten und Einnahmen auseinander. Für das laufende Jahr wird erwartet, dass sie keinen operativen Gewinn erzielt, das Ziel ist eine ausgeglichene Bilanz. Das Sparprogramm soll bis 2028 den operativen Gewinn um 2,5 Milliarden Euro steigern.

Bei der Lufthansa stehen Stellenstreichungen an. (Symbolbild)

Auch Arbeit von 400 Flugcontrollern in Frankfurt soll sich ändern

Laut dem Bericht sollen bei dem in Frankfurt ansässigen Unternehmen auch im Einkauf Einsparungen erzielt und verstärkt Geschäftsreisende angesprochen werden, von denen nach der Corona-Pandemie nur 60 Prozent wieder in die Flugzeuge etwa am Flughafen Frankfurt zurückgekehrt sind. Im operativen Bereich sollen längere Umsteigezeiten und eine größere Reserve an Jets für mehr Stabilität sorgen. Die Arbeit der etwa 400 Flugcontroller in Frankfurt und München könnte durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz optimiert werden. Auch die Planung der Crew soll neu organisiert werden.

Das Unternehmen hat sich zu dem Bericht bisher nicht geäußert. (fd/dpa)

Turbulenzen auf einem Lufthansa-Flug führten jüngst zu Verletzungen. Die Maschine war auf dem Weg von Buenos Aires zum Flughafen Frankfurt.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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