- VonPhilipp Bräunerschließen
Eine 14-jährige Katze wurde einfach von ihrem Besitzer vor die Tür gesetzt. Dieser will das aber nicht mit „schlechten Absichten“ getan haben.
Frankfurt – Wieder eine Not-Aufnahme im Frankfurter Tierheim. Nachdem der Tierschutzverein in Frankfurt und Umgebung zuletzt acht kleine Hundewelpen von der Straße gerettet hat, haben die Helfer diesmal ihre Türen für eine alte, kranke Katzendame geöffnet.
Ihr Besitzer hatte die Samtpfote laut einem Facebook-Post des Tierschutzvereins (TSV) zuvor in einem kleinen Transportkäfig an der Hanauer Landstraße in Frankfurt ausgesetzt. Daran befestigt: ein Brief an etwaige Finder des armen Tiers. Laut des Beitrags auf Facebook habe sich der ehemalige Besitzer dafür gerechtfertigt, die Katzendame ihrem Schicksal zu überlassen – angeblich aus Angst vor der Unterstellung „schlechter Absichten“.
Ausgesetzte Katze in Frankfurt: Begrenztes Verständnis für ehemaligen Halter
Aufseiten des Tierheims hat man dafür offenbar Verständnis – wenn auch begrenzt. „Wir wissen, dass es auch Schicksalsschläge im Leben gibt, die einen hoffnungslos machen“, heißt es in dem Facebook-Post, „dennoch muss man darüber reden“
Natürlich müsse man als Tierheim in solchen Fällen Fragen stellen. Zudem könne das Heim nicht jedes Tier einfach sofort aufnehmen, selbst, wenn die Mitarbeiter das wollten: „Voll ist einfach voll.“ Doch nicht nur das mache ein einfach ausgesetztes Tier für den Verein zum Problem. Denn man müsse nun neue Befunde beim Tierarzt einholen, was den Verein noch mehr Geld kosten wird. Und das zusätzlich zu den regulären Tierarztkosten für das kranke Tier.
Trotzdem werde man sich liebevoll um die alte Mieze kümmern, schreiben die Tierheim-Mitarbeiter auf Facebook, „wohl wissend, dass eine alte kranke Katze kaum noch eine Chance auf ein neues Zuhause hat“. Am Ende finden sie aber noch einmal deutliche Worte für alle Tierhalter: „Aussetzen ist keine Lösung, es sind Eure Familienmitglieder!“ (pkb)
Rubriklistenbild: © Tierschutzverein Frankfurt und Umgebung
