Quote bei 3,8 Prozent

Herbstbelebung bleibt aus: Zahl der Arbeitslosen erstmals seit Jahren im Oktober gestiegen

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Die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt ist im Kreis Fulda in diesem Jahr ausgeblieben. (Symbolbild)
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Anders als in den Vorjahren ist in diesem Oktober die Arbeitslosenquote im Kreis Fulda nicht gesunken, sondern leicht gestiegen. Die übliche Herbstbelebung ist ausgeblieben.

Fulda - Wie die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda in ihrer monatlichen Pressemeldung zum Arbeitsmarkt mitteilt, ist die Arbeitslosigkeit - anders als im Schnitt der letzten fünf Jahre - gegenüber dem Vormonat leicht angestiegen. Ende Oktober lag die Zahl der Arbeitslosen bei 4903 (+0,2 Prozent), die Arbeitslosenquote unverändert bei 3,8 Prozent.

Keine Herbstbelebung: Zahl der Arbeitslosen in Fulda steigt leicht

„Wir sehen keine Anzeichen für eine Herbstbelebung in Osthessen. In der Arbeitslosenversicherung steigt die Arbeitslosigkeit weiter stark im Vergleich zum Vorjahr. Die schwächelnde Konjunktur hat den Arbeitsmarkt fest im Griff“, erklärt Matthias Dengler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit habe mit einem Plus von 1,8 Prozent zum Vormonat und 17,1 Prozent zum Vorjahr ausschließlich in der Arbeitslosenversicherung stattgefunden - dort sind die Menschen gelistet, die seit weniger als einem Jahr ohne Arbeit sind. Beim Jobcenter des Landkreises Fulda - also bei den langfristig Jobsuchenden - sei die Zahl der Arbeitslosen sowohl zum September (-0,7 Prozent) als auch zum Vorjahresmonat (-3,4 Prozent) zurückgegangen, heißt es in der Mitteilung.

Besonders von der negativen Entwicklung betroffen sind Männer im Alter von über 50 Jahren. Im Oktober verzeichneten Arbeitsagentur und die Kreisjobcenter 1427 ältere Arbeitslose. Das waren 48 mehr als im September und 85 mehr als vor einem Jahr.

Ältere Menschen häufiger ohne Job, jüngere dagegen weniger

Die Arbeitslosenmeldungen kommen aus unterschiedlichen Branchen und Berufen, verstärkt seien allerdings gerade die Bereiche Technik, Unternehmensbezogene Dienstleistungen (einschließlich IT) sowie Logistik betroffen.

Positive Nachrichten gibt es dagegen aus der Gruppe der jüngeren Arbeitslosen: Viele der 20- bis 25-Jährigen, die sich nach abgeschlossener Ausbildung im Sommer bei der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet hatten, haben inzwischen eine Anschlussbeschäftigung gefunden.

Bei den 15- bis 20-jährigen Arbeitslosen ist eine Abnahme zum Vorjahresmonat um 20,6 Prozent auf 154 zu verzeichnen, teilt die Arbeitsagentur mit. Viele Schulabgänger hätten inzwischen eine Ausbildung oder ein Studium begonnen. Ein leichter Rückgang sei zudem bei der Arbeitslosigkeit von Menschen ohne deutschen Pass sowie bei der Langzeitarbeitslosigkeit zu vermelden.

Und immer noch meldet die Arbeitsagentur freie Stellen in der Region Fulda - und zwar mehr als im Vormonat. 312 Stellenangebote seien im Oktober beim Arbeitgeberservice eingegangen - 50 mehr als im Vormonat und 32 mehr als im Oktober 2024. 1517 freie Stellen sind im Agenturbezirk aktuell gelistet.

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