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Abschied vom FC Liverpool: So viel verbindet Jürgen Klopp mit Frankfurt

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Jürgen Klopp beendet seine Zeit als Trainer des FC Liverpool. Am Sonntag steht das letzte Heimspiel an. Wir blicken auf seine Fußspuren, die er einst in Frankfurt hinterlassen hat.

Liverpool/Frankfurt – Der FC Liverpool wird die Premier-League-Saison auf Platz drei beenden, so viel ist sicher. Am Sonntag, 19. Mai, werden sich Klub und Fans deshalb nur auf eine Sache fokussieren: den Abschied von Coach Jürgen Klopp. Wie es der Spielplan so will, bestreiten die Reds dann noch einmal ein letztes Heimspiel. Zu Gast sind die Wolverhampton Wanderers. Sie gehen als 13. in die Partie und werden die Spielzeit 2023/24 irgendwo zwischen Rang 10 und 14 beenden. Also auch für die Wolves genug Zeit, um die Atmosphäre an der Anfield Road mitzuerleben.

Seit mehr als 20 Jahren steht Klopp nun schon als Trainer an der Seitenlinie – und ist in all seinen drei Klubs zur Ikone geworden. Sowohl den FSV Mainz 05 als auch bei Borussia Dortmund und den FC Liverpool hat er nachhaltig geprägt. Während er beim BVB und LFC eher als derjenige gilt, der den schlafenden Riesen zum Leben erweckt hat, hat er die Mainzer sportlich wohl eher mehrere Level weitergebracht – vom Abstiegskandidaten der 2. Bundesliga zum inzwischen etablierten Erstligisten.

Ein letztes Mal LFC: Jürgen Klopp

Als Jürgen Klopp bei Eintracht Frankfurt die D-Jugend coachte und in Sachsenhausen jobbte

Es scheint, dass jeder nachträglich ein Stück Klopp für sich beansprucht. Und auch Eintracht Frankfurt hat Jürgen Klopps Mitgliedsausweis von 1987 aufgehoben und ins Museum gestellt. Klopp und die Eintracht? Diese Verbindung werden die wenigsten Fußballfans ziehen. Und doch verbindet ihn mit Frankfurt so einiges. Denn der im Schwarzwald aufgewachsene Klopp wechselte in den 80ern tatsächlich als Talent zur SGE.

Bei der Eintracht schaffte er es allerdings nur in die zweite Mannschaft – studierte aber währenddessen an der Goethe-Universität Sportwissenschaft und jobbte in einer Bar in Alt-Sachsenhausen. Sogar seine erste Trainerstation hatte „Kloppo“ bei den Adlern – wenn auch nur als D-Jugend-Coach. Von Meisterschaften, Aufstiegen und kurzweiligen Pressekonferenzen ahnte da noch keiner etwas.

1988 in Sindlingen: Jürgen Klopp (20).

Von Liverpool nach Wiesbaden: Jürgen Klopp kehrt ins Rhein-Main-Gebiet zurück

Klopp verschlug es schließlich nach Mainz. Mit dem FSV kickte er in den 90ern in der zweiten Liga, ehe er das Team 2001 kurzerhand selbst übernehmen musste. Den stark abstiegsgefährdeten Mainzern fehlte ein Coach, Führungsspieler Klopp sprang ein – der Rest ist Geschichte.

Was Jürgen Klopp nach seiner Liverpool-Zeit plant, weiß aktuell nur er selbst. Ein Jahr wolle er keinen Klub und kein Land übernehmen, sagte der 56-Jährige bei Bekanntgabe seines Rücktritts. Kurz darauf wurde bekannt, dass er aktuell in Wiesbaden ein Haus baut – und scheinbar die Nähe nach Mainz wieder sucht. Die deutschen Fußballfans dürfen jedenfalls gespannt sein, ob es doch noch zu einem weiteren Klopp-Projekt kommt. Vielleicht als Bundestrainer – oder doch noch irgendwann bei Eintracht Frankfurt? (csa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Peter Byrne

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