- VonIngo Berghöferschließen
Kreis Gießen (ib). Kerstin Gromes von den Grünen listete in ihrer Rede in der jüngsten Sitzung des Kreistagsausschusses für Wirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz, Digitalisierung und Mobilität noch einmal alle Argumente auf, die gegen den Bau der Südumgehung der B 49 in Reiskirchen sprächen. Zugleich kündigte sie aber an, dass ihre Fraktion für das Projekt stimme, weil die Gerichte das so beschlossen hätten.
Die SPD enthielt sich, nur die Fraktion stimmte dem Antrag der Linken zu, die einen Verzicht des Baus gefordert und in ihrem Antrag noch einmal ausführlich begründet hatte. Alle anderen Parteien votierten für den Bau, der im kommenden Jahr beginnen soll.
Absage an Leerstandskataster
Auch mit der Forderung nach Einrichtung eines Wohnraumleerstandskatasters scheiterte die Linke. Landrätin Anita Schneider (SPD) betonte, so ein Vorhaben sei schon vor Jahren mal gescheitert, weil solch ein Kataster nicht mit dem Datenschutz ein Einklang zu bringen sei.
Mit großer Mehrheit plädiert der Kreisausschuss für die Mitgliedschaft bei der Umweltstation Lahnaue. Nur die FDP und die AfD stimmten dagegen.
Einstimmig votierte das Gremium für die Einrichtung von drei geschützten Landschaftsgebieten, und zwar den Ziegenberg in Allendorf/Lda., den Steinköppel in Watzenborn-Steinberg und die ehemaligen Hutungen auf den Basaltkuppen in Nonnenroth.
Eingangs der Sitzung stellten der Lahntal-Tourismusverband, der »Vulkanregion Vogelsberg Tourismus« und der Verband »GießenerLand« ihre - in der Bilanz positiven - Jahresberichte vor.
Schneider teilte zudem mit, dass demnächst eine Delegation aus der ukrainischen Partnerregion des Landkreises Gießen, dem Rajon Tschernihiw, für eine Woche zu Gast im Kreis sein wird.