Das Kreisjobcenter des Landkreises Fulda startet erneut ein Regionalprojekt - diesmal in Eiterfeld. Dort haben Kundinnen und Kunden des Jobcenters die Möglichkeit, wohnortnah einen neuen Job zu finden.
Eiterfeld - Das Regionalprojekt hat bislang in Neuhof, Hünfeld, Großenlüder, Eichenzell und im Ulstertal stattgefunden – und war in allen Gemeinden ein voller Erfolg, schreibt der Landkreis Fulda in einer Pressemitteilung. Viele Menschen hätten während des Projekts eine Arbeitsstelle in der Nähe des Wohnortes gefunden. Eine Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Kreisjobcenter Fulda startet neues Regionalprojekt
Nun wurde das Projekt in der Marktgemeinde Eiterfeld gestartet – mit zwölf Frauen und Männern, die in den kommenden fünf Monaten sowohl in Gruppen- als auch in Einzelcoachings auf der Suche nach einer neuen Arbeit in Eiterfeld sind. Betreut wird das Projekt vor Ort von Verena Malkmus, Marlene Most und Susanne Dolstra.
„Wir freuen uns ganz besonders, dass hier in Eiterfeld so viele Vereine dabei sind und das Projekt unterstützen. Es geht nämlich nicht nur um die Arbeit, sondern auch darum, die eigene Freizeit zu gestalten und sich in der Gemeinde untereinander zu vernetzen. Das geht natürlich besonders gut in Vereinen“, erklärt Markus Vogt, Fachdienstleiter Kommunaler Arbeitsmarkt beim Landkreis.
Das Regionalprojekt gehe einen anderen Weg als sonst: Statt eines Termins im Jobcenter in Fulda kämen die Mitarbeitenden direkt in die Marktgemeinde, um die Kundinnen und Kunden bei der Jobsuche zu unterstützen.
In den Einzel-Coachings hätten die Teilnehmer die Möglichkeit, eigene Ziele und Perspektiven für ihr Leben zu entwickeln und ihre Potenziale zu erkennen und zu nutzen. Sie würden zudem explizit auf Vorstellungsgespräche vorbereitet und bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und der Stellensuche vor Ort unterstützt. Bei privaten Herausforderungen – beispielsweise der Kinderbetreuung, bei Schulden oder sprachlichen Hürden – unterstütze der Coach ebenfalls aktiv.
In den Gruppentreffen könnten in Workshops verschiedene Themen besprochen werden. Außerdem werde es gemeinsame Betriebsbesichtigungen geben, die sich nach den Interessen der Teilnehmer richtet.
Dass der Bedarf an Fachkräften groß ist, erläuterte Vogt bei der Auftaktveranstaltung: „Insgesamt gibt es derzeit 70 gemeldete freie Stellen in der Marktgemeinde – und das in den verschiedensten Bereichen. Ich bin optimistisch, dass da für jeden etwas dabei ist. Wir schauen aber gemeinsam, ob es noch weitere Beschäftigungsmöglichkeiten in den Betrieben vor Ort gibt, ganz nach ihren Interessen und Qualifikationen. Dabei unterstützen wir gerne.“
Schirmherrin des Projekts in Eiterfeld ist Bürgermeisterin Hauke
Stellvertretend für die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Eiterfeld sprach Christoph Hau von der Firma Giebel Bau: „Wir finden das Projekt wirklich super. Wir alle sind ständig auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden. Das Projekt ist eine gute Chance, die Kommunikation zwischen den Arbeitsuchenden und den Firmen vor Ort zu verbessern. Diese Vernetzung hier vor Ort ist wichtig.“
Schirmherrin ist Bürgermeisterin Dana Hauke (CDU). Sie sieht durch das Projekt viele Vorteile für die Unternehmen in der Marktgemeinde. „Das Regionalprojekt ist ein wichtiges Instrument unserer Wirtschaftsförderung. Außerdem zielt das Projekt auf die Integration unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger in die hiesigen Unternehmen ab. In Zeiten des Fachkräftemangels ist das ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft.“
Das Projekt beginnt Ende April. Bis Ende September treffen sich die Teilnehmer wöchentlich in Eiterfeld. „Wir freuen uns sehr, dass das Projekt nun auch in Eiterfeld startet und hoffen, dass viele eine Arbeit in Wohnortnähe finden“, sagt Vogt. (red)