„Fuldaer Sommermärchen“

Besucherzahlen, Einnahmen und Zukunft des Areals - Gartenschau-Macher ziehen Bilanz

Die Landesgartenschau in Fulda endet am Sonntag. Vor dem Abschluss-Wochenende ziehen die Verantwortlichen bereits Bilanz. Demnach ist das „Fuldaer Sommermärchen“ rund 580.000-mal besucht worden.

Fulda - Nach 165 Tagen schließen am Sonntag (8. Oktober) die Tore der 7. Hessischen Landesgartenschau (LGS) in Fulda. Das „Sommermärchen aus zahllosen Blüten und faszinierenden Perspektiven“ mit seinen fast 1900 Veranstaltungen kommt bislang auf etwa 575.000 Besucherinnen und Besuchern. Das geht aus einer vorläufigen Bilanz der Verantwortlichen am Freitag (6. Oktober) hervor.

Landesgartenschau fast vorbei: 580.000 Besucher kamen nach Fulda

Positiv hervorgehoben werden in der Mitteilung die Projekte der nachhaltigen Stadtentwicklung in der Fuldaaue und in Fuldas Westen. „Die Stadt hat noch einmal mehr an Image gewonnen. Die Investitionen in die Gestaltung, aber auch die Durchführung der Gartenschau mit Gästen aus dem ganzen Bundesgebiet haben gezeigt, dass Gartenschauen viel mehr sind als reine Blümchenschauen“, werden die Geschäftsführer Marcus Schlag und Ulrich Schmitt zitiert.

Die Bilanz der Verantwortlichen der Stadt Fulda und der Landesgartenschau fällt positiv aus (von rechts): Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld, Bürgermeister Dag Wehner, LGS-Geschäftsführer Ulrich Schmitt, Stadtbaurat Daniel Schreiner und LGS-Geschäftsführer Marcus Schlag.

Und wie geht es jetzt auf dem Areal weiter? Die neuen Grünflächen dienen nicht nur als Verbindung, sondern bieten auch Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. „Bleibende Elemente sind etwa die Aktionsbänder mit Spielstationen und Saisongärten sowie der neue Spielplatz vor dem ‚Wirgarten‘“, heißt es. Zurückgebaut werden sollen nur temporäre Anlagen wie Gastronomie, Blumenhalle, Gärtnermarkt, Veranstaltungsbühnen, Versorgungscontainer und Schaugärten.

Der Fulda Acker diene künftig wieder seiner ursprünglichen Bestimmung als landwirtschaftliche Produktionsfläche. Bis zum Jahreswechsel sollen „sukzessive die Zäune entfernt und die beräumten Rasenflächen neu eingesät“ werden.

„Die Überlegungen, langfristige Stadtentwicklungsprojekte mit der Durchführung einer Landesgartenschau zu verzahnen, haben sich aus unserer Sicht als erfolgreich herausgestellt,“ resümieren Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) und Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos). Die städtischen Rahmenprojekte zur LGS wie etwa der Bau der Brücke überm Engelshaus, die neuen Fuß- und Radwegeverbindungen, die Neugestaltung des Badegartens und die Erweiterung und Neuausrichtung des „Wirgartens“ seien „wichtige Investitionen in die Lebensqualität und Zukunft der Stadt“.

Zahlen und Fakten zur Landesgartenschau

Gesamt-Besucherzahl: rund 575.000 (Stand 5. Oktober)

Besucherstärkster Tag: Samstag, 9. September (11.183 Gäste)

Besucherstärkste Veranstaltungen mit über 4000 Besuchern: Max Mutzke, Musicals in Concert, Vorsicht Gebläse, Night Wash, hr4 Schlagernachmittag, Lichternacht, Taschenlampenkonzert und Volker Rosin.

Einnahmen aus Ticketverkäufen sowie Sponsorenbeiträge, Gastronomie, Konzessionen und Verpachtung: 6,5 Millionen Euro (Stand 6. Oktober)

Veranstaltungen: 1890 mit fast 11.619 Amateur- und Profikünstlern

City Skyliner: rund 53.000 Auffahrten

Gartenschau-App: 21.501 Nutzer

Helfer: 104 LGS-Ehrenamtliche haben 10.809 Stunden geleistet

Quelle: LGS

Erfreuliche Besuchszahlen sowie fast durchweg positive Rückmeldungen von Gästen stellen überdies einen Beitrag für langfristige touristische Effekte dar. „Die ersten vorliegenden Übernachtungszahlen aus dem Sommer zeigen einen positiven Trend, und wir sind zuversichtlich, dass auswärtige Gäste in den kommenden Jahren erneut nach Fulda kommen werden, um die Stadt und das Umland näher zu erkunden“, betonen beide.

Vorläufige Bilanz: Landesgartenschau erwirtschaftet rund 6,5 Millionen Euro

Das finanzielle Fazit fällt ebenfalls positiv aus. „Während die LGS-Investitionsmaßnahmen von 16 Millionen Euro - davon 3,4 Millionen vom Land Hessen - in die Daueranlagen geflossen sind und der Gestaltung neuer Naherholungsflächen dienen, sieht die Bilanz des sogenannten Durchführungshaushalts für die Landesgartenschau ebenfalls erfreulich aus“, heißt es weiter. Dieser belaufe sich auf rund 15 Millionen Euro. Der städtische Anteil daran sei im Haushaltsplan mit 8 Millionen Euro veranschlagt, die verbleibenden 7 Millionen Euro sollen über die Einnahmen der Gartenschau abgedeckt werden.

Rund 1890 Veranstaltungen sind auf der Landesgartenschau in Fulda angeboten worden. Insgesamt lockte sie rund 580.000 Besucher an.

„Nach derzeitigem Stand können wir Einnahmen in Höhe von 6,5 Millionen Euro aus Ticketverkäufen, Sponsorenbeiträgen und Konzessionen verzeichnen. Eine genaue Bilanz lässt sich jedoch erst zum Jahresende ermitteln, da wir alle Abrechnungen und zusätzliche Einnahmen zum Beispiel aus der Gastronomie erst in den kommenden Monaten final auswerten können“, so LGS-Geschäftsführer Ulrich Schmitt.

Insgesamt haben sich laut Mitteilung fast 500 Menschen ehrenamtlich in die Gartenschau eingebracht. „Die Leistungsbereitschaft und die Flexibilität aller wurden von unseren Besucherinnen und Besuchern sehr positiv wahrgenommen und haben uns als gemeinsames Team zusammengeschweißt“, so Marcus Schlag. (lio)

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