Manfred Ruppert will für die Vereinigung „Bürger für Osthessen“ (BfO) den Chefsessel im Fuldaer Landratsamt erobern - und bei der Wahl am 8. Oktober Amtsinhaber Bernd Woide (CDU) ablösen.
Fulda - Im Kreis Fulda entscheiden die Menschen am 8. Oktober, wer als Landrat oder Landrätin künftig die Geschicke des Kreises lenken soll. Es gibt fünf Kandidaten: Bernd Woide (CDU), Andreas Maraun (SPD), Christine Anderson (AfD), Sebastian Künemund (Die Partei) und Manfred Ruppert (BfO).
Landratswahl im Kreis Fulda: Manfred Ruppert tritt für „Bürger für Osthessen“ an
Die Fuldaer Zeitung stellt in dieser Woche die Bewerber vor. Die ausführlichen Porträts finden Sie im E-Paper und in der Printausgabe. In der Freitagausgabe (22. September) liegt der Fokus auf Manfred Ruppert.
Alle Kandidaten, die im Vorfeld zu einem Interview zur Verfügung standen - dies sind neben Manfred Ruppert auch Bernd Woide, Andreas Maraun sowie Sebastian Künemund -, stellt die Redaktion zudem in einem kurzen Video vor. Darin beantworten die Bewerber kurz und knapp politische und persönliche Fragen. Das Video mit Manfred Ruppert finden Sie in diesem Artikel.
Manfred Ruppert ist in Fulda aufgewachsen. Sein Vater war der Rechtsanwalt und Notar Wilhelm Ruppert. Manfred Ruppert machte an der Freiherr-vom-Stein-Schule Abitur, studierte in Würzburg Jura und absolvierte im Fach Rechtswissenschaft das 1. Staatsexamen. Er absolvierte auch eine Ausbildung zum Betriebswirt (IHK).
Bis 1996 arbeitete er als selbstständiger Unternehmensberater und Immobilienmakler mit dem Schwerpunkt Gewerbe- und Industrie-Immobilien. Danach war er in Fulda als SAP-Entwickler, IT-Berater und Lkw-Fahrer tätig. Heute ist er als kaufmännischer Angestellter und Controller tätig und lebt auch von der Vermietung von Immobilien.
Parteipolitisch ist Ruppert ungebunden. Er gehörte und gehört keiner Partei an. „Ich habe eine Abneigung gegen Parteien“, sagt er. Auch den „Bürgern für Osthessen“, die als Verein organisiert sind, ist er nicht beigetreten und will er auch nicht beitreten, um seine persönliche Unabhängigkeit zu bewahren. Manfred Ruppert hat zwei erwachsene Söhne und zwei Enkelkinder.
Der 65-Jährige sagt, zu seinem aktuellen politischen Engagement beigetragen habe die Politik des Staates während der Corona-Pandemie - nicht zuletzt die Impfkampagnen gegen das Virus. Der Jurist zieht die Unabhängigkeit der Justiz in Zweifel, sieht in Berlin „Korruption auf höchster Ebene“ und vertritt die Meinung, dass sich viele Menschen in ihren Grundrechten - etwa dem der Meinungsfreiheit - eingeschränkt fühlten. (vn, zen)
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