Auf Schusters Rappen

Limes-Wanderung macht Lust auf Natur und mehr

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Die Wanderer sind in Grüningen unterwegs. Foto: Schmidt

Bei der Pohlheimer Traditionsveranstaltung boten die Stationen auf der familienfreundlichen Rundtour viel Abwechslung.

Pohlheim (ger). Zur Pohlheimer Limeswanderung am »Tag der deutschen Einheit« kamen die Freunde von frischer Luft und schöner Natur wieder zahlreich in die Stadt am Limes. Dazu gehörte neben dem perfekten Wanderwetter noch die zehn Kilometer lange familienfreundliche Rundtour. Die reichte vom Start an der Limeshalle in Grüningen in Richtung Garbenteich, über Watzenborn-Steinberg auf die Höhen des Unesco-Weltkulturerbes Limes am Wachturm und weiter zum »Hoingdeppe« bis hin zum Endpunkt im Hof der Grüninger Burg. Das bot weite Ausblicke bis in Taunus, Vogelsberg und zu den Ausläufern des Rothaargebirges.

Bürgermeister Andreas Ruck hatte die zahlreich gekommenen Wanderfreunde willkommen geheißen und das Startzeichen gegeben. Die machten sich mit Mann, Frau, Kind und Hund und dem von Celine Schmidt entworfenen Flyer mit der Wegbeschreibung auf den ausgeschilderten Weg zum ersten Stopp bei Schreinermeister Michael Hirz zwischen Grüningen und Garbenteich. Bei ihm gab es neben deftigem Fettebrot zudem für die Kinder einen Eisblock zum kreativen Schnitzen. Weiter ging’s zum Reiterhof Sames in Watzenborn-Steinberg, wo Hof-Chef Wolfgang Sames mit dem Germanen-Frühstück auf die Gäste wartete. Eine Burg aus Heu gab es dort zum Herumtollen für die Jüngsten.

Musikalische Fähigkeiten musste man bei den Eintracht-Chorifeen im Kleintierpark am Pohlheimer Wald beweisen, dazu gab es die obligatorischen Frikadellen. Hatte man den steilen Aufstieg zur Heimatkanzel erklommen, warteten bereits die Leute des Jugendzentrums mit süßen »Amerikanern«. Die Vereinsgemeinschaft rührte derweil kräftig die Werbetrommel für die 1225-Jahr-Feier von Grüningen. Von Shirts, Aufklebern bis hin zur Weihnachtskugel gab es alles rund um das stolze Jubiläum, das im kommenden Jahr gefeiert wird.

Gelebte Geschichte konnte man am Limes-Turm erleben. Dort warteten von den römischen Auxiliar-Truppen Ricus Habilius Crasus (Ulrich Vetter) und Legionär Marcus Tullius Fosa (Tobias Grabowski) von der Legio Prima Germanica vom Römerforum Waldgirmes mit nachgebildetem Schild und Waffe auf die Gäste. Beim »Hoingdeppe« drehte sich alles rund um die Zahl Pi. Reiner Euler zeigte mit Werner Bender nicht nur die Unendlichkeit der Zahl rund um den Mühlenturm auf, sondern hatte auch eine Sonnenuhr aufgebaut. Der örtliche Nabu informierte zum Naturschutz, so auch über den bedrohten Feldhamster. An der Hütte der Grüninger Wacht servierte der TV Grüningen als letzter Stopp vor dem Zieleinlauf noch einmal Erfrischungen.

Der Rundblick vom höchsten Punkt der Wanderung auf 291 Metern war atemberaubend. Rechtzeitig, bevor die ersten Böen den Wetterwechsel zu herannahendem Regen ankündigten, waren nach etwas mehr als zwei Stunden die ersten Wanderer angekommen. Bei leckerem Spießbraten, Würstchen vom Grill sowie Kaffee und Kuchen der Burgfrauen und -männer vom Heimatverein Grüningen kamen die Kräfte schnell zurück.

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