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Andreas Ungermannschließen
Mit einem Bewerbungsverfahren wollte das Listenbündnis aus SPD, Grünen und FDK eine Person finden, die bei der Bürgermeisterwahl 2024 gegen CDU-Kandidat Christopher Gärtner ins Rennen geht. Diese Suche ist vorläufig gescheitert. Indes hat die AfD eine Kandidatin positioniert.
Update vom 27. November, 13.13 Uhr: Nachdem das Listenbündnis aus SPD, Grünen und FDK zunächst keinen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Flieden finden konnte (siehe Erstmeldung), hat der Kreisverband Fulda der Alternative für Deutschland (AfD) Nicole Hess als Kandidatin für das Amt nominiert.
Flieden: AfD nominiert Nicole Hess für Bürgermeisterwahl
Hess ist seit 2020 Schriftführerin im Fuldaer AfD-Kreisvorstand, arbeitete am Programm für die Kommunalwahl 2021 mit und kandidierte bereits zur Landtagswahl im Wahlkreis Fulda 2, in dem auch Flieden liegt. Seit Mitte des Monats ist sie zudem Mitglied im Landesvorstand der AfD. Hess schreibt sich vor allem die Themen Sicherheits- und Migrationspolitik auf die Fahnen.
Erstmeldung vom 25. November, 9.14 Uhr: Flieden - Es war ein ungewöhnlicher Schritt, den das Bündnis Ende Juli tat, nachdem Amtsinhaber Christian Henkel (CDU) angekündigt hatte, im nächsten Jahr nicht mehr zu kandidieren: In einem Bewerbungsverfahren, das sich nicht auf Menschen aus Flieden beschränkte, suchten die drei Fraktionen nach einer Person für den Sitz im Rathaus.
Bürgermeisterwahl Flieden: Suche des Listenbündnisses vorläufig gescheitert
Wie das Listenbündnis mitteilt, gingen schließlich auch sechs Bewerbungen – allesamt von Männern – ein. Nach persönlichen Gesprächen hatte die Findungskommission sich auf einen Favoriten geeinigt. „Leider hat sich unser Favorit kurz vor dem Schritt in die Öffentlichkeit doch noch mal anders entschieden, und der zweite Kandidat hatte sich in der Zwischenzeit beruflich neu orientiert“, heißt es nun vonseiten des Bündnisses. Die Findungskommission beende damit ihre Arbeit, ohne dem Listenbündnis einen Vorschlag für eine gemeinsame Kandidatin oder einen gemeinsamen Kandidaten unterbreiten zu können.
Auch innerhalb der Fraktionen habe sich keine Lösung gefunden, was „nicht verwunderlich“ sei. „Es ist schließlich ein großer Schritt vom ehrenamtlichen Engagement zu einer hauptamtlichen Tätigkeit in leitender Funktion. Das muss man schon wollen und alle, die meinen, das sollte doch möglich sein, müssen sich fragen lassen, warum sie nicht selbst zur Verfügung stehen oder wenigstens ehrenamtlich in der Kommunalpolitik engagieren“, schreibt das Listenbündnis auf Nachfrage unserer Zeitung.
Bedeutet das nun, dass niemand aus dem Dreierbündnis im nächsten Jahr gegen den CDU-Kandidaten Christopher Gärtner antreten wird? Zeit, sich aufstellen zu lassen, bliebe noch: Die Frist zur Abgabe der Unterlagen endet erst am 18. Dezember. „Wir haben aus Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern den eindeutigen Wunsch vernommen, dass es bitte nicht bei einem Bewerber bleiben soll“, teilt das Listenbündnis mit. „Wir ermutigen daher auch weiterhin potenzielle Bewerberinnen und Bewerber, ihren Hut in den Ring zu werfen und bieten Unterstützung beim Bewerbungsverfahren an.“ Abschließend heißt es seitens des Bündnisses: „Nach dem 18. Dezember werden wir dann schauen, wer zur Wahl steht und welche Bewerbung wir unterstützen können.“

