VonBernd Schlegelschließen
Waldbrandschutz ist im Nationalpark Harz ein wichtiges Thema. Dieser wurde jetzt erneut verbessert. Außerdem ist eine größere Übung geplant.
Harz – Die notwendigen Vorbereitungen für den Waldbrandschutz im Nationalpark Harz sind pünktlich abgeschlossen worden. Einsatz- und Rettungswege, die bei den starken Regenfällen und der Schneeschmelze im Frühjahr zum Teil beschädigt wurden, sind repariert.
Die beiden großen Löschwasserbehälter in der Nähe der Rangerstation Scharfenstein sind befüllt. Am Bahnhof Goetheweg der Brockenbahn sowie am Standort Kruzifix im Revier Ilsenburg gibt es ab diesem Jahr weitere Vorkehrungen, um eine schnelle Brandbekämpfung zu ermöglichen: Dort wurden in enger Abstimmung mit den Feuerwehren zwei große, faltbare Löschwasserkissen aufgestellt, die jeweils 100 Kubikmeter Wasser für fassen.
Feuerwehrleute haben Anfang April mit Unterstützung der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) das Löschwasserkissen auf Höhe des ausschließlich betrieblich genutzten Bahnhofs Goetheweg mit Wasser aus zwei Feuerlösch-Kesselwagen befüllt. Die Befüllung des Löschwasserkissens am Kruzifix ermöglichten die Feuerwehren und Landwirte mit ihren Tankwagen.
Zwischen HSB und Nationalparkverwaltung wurde die Zusammenarbeit mit Blick auf Waldbrandprävention entlang der gesamten Brockenbahn intensiviert. Das kommunale Bahnunternehmen nimmt ab sofort am durch die Nationalparkverwaltung koordinierten länderübergreifenden Arbeitskreis „Brandschutz im Nationalpark Harz“ teil. In diesem Gremium sind die Schutzgebietsverwaltung, Vertreter der drei Landkreise Göttingen, Goslar und Harz sowie Vertreter der kommunale Feuerwehren dabei. Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch sagte mit Blick auf die verbesserte Zusammenarbeit: „Wir tragen im gleichen Gebiet Verantwortung und arbeiten deshalb eng zusammen.“ Der Nationalparkleiter berichtete zudem über die aktuellen Entwicklungen seit Herbst vergangenen Jahres. So hat das Wirtschaftsministeriums in Magdeburg den „vorbeugenden Waldbrandschutz im Großschutzgebiet“ der Nationalparkverwaltung als Aufgabe zugeordnet.
Das bedeutet: Wenn dies erforderlich wird, so kann für den Nationalpark auch eine abweichende Waldbrandgefahrenstufe, als im umliegenden Gebiet, festgelegt werden.
Von Seiten der Feuerwehrvertreter wurde vorgeschlagen, den Umgang mit den neuen Löschwasserkissen gemeinsam zu üben. Dies stieß auf Zustimmung und soll am Ende der Waldbrandsaison erfolgen, wenn die Behälter ohnehin abgelassen werden müssen. Ein entsprechendes Übungskonzept wird bis dahin erarbeitet, so der Nationalpark. bsc
