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Seit fast 40 Jahren ist die Immobilienfirma Hoesch Kröger Kampe an der Wolfsschlucht in Kassel ansässig. Nun ist ein Umzug innerhalb der nahen Nachbarschaft geplant.
Kassel – Am Hochhaus der Wohnungsgesellschaft GWH oberhalb vom Königsplatz gehen die Sanierungsarbeiten voran – und inzwischen steht auch der künftige Mieter fest für den zweigeschossigen Vorbau, in dem bisher die Bäckerei Thiele ansässig war. Dort will nach Abschluss der Modernisierung das traditionsreiche Kasseler Maklerunternehmen Hoesch Kröger Kampe einziehen, wie die Partner jetzt bekannt gaben.
Nur etwa 100 Meter entfernt sind die Makler seit fast 40 Jahren an der Wolfsschlucht ansässig. Im Lauf der Zeit hätten sich aber „ganz andere Anforderungen“ an Beratungs-Atmosphäre und Barrierefreiheit ergeben, sagte Prokurist Thomas Barth. Daher habe man gern die Chance für eine räumliche Verbesserung in direkter Nachbarschaft ergriffen. Ein Umzugstermin stehe noch nicht fest, grob angepeilt sei der Sommer 2024.
Hoesch Kröger Kampe, 1978 gegründet, ist mit 15 Beschäftigten und starker Marktpräsenz eine renommierte Größe der regionalen Maklerbranche. Bisher wenig bekannt ist, dass die Firma seit etwa zweieinhalb Jahren eine 100-prozentige Tochter der Kasseler Sparkasse ist.
Wer dies weiß, erkennt im Design des Online-Auftritts gewisse Parallelen. Solche Geschäftsverbindungen sind in der Branche durchaus üblich. Auch andere regionale Geldinstitute sind im Zuge von Nachfolgeregelungen bei gut eingeführten Maklerfirmen eingestiegen, um Synergieeffekte für ihr Immobiliengeschäft zu nutzen.
Von Synergieeffekten durch den künftigen Mieter sprachen auch Stefan Bürger, Vorsitzender der GWH-Geschäftsführung, sowie Christian Wedler, Geschäftsführer der GWH Bauprojekte GmbH: Der zehnstöckige Kasseler Sitz des Wohnungsbauunternehmens, das im nahen regionalen Umfeld knapp 10 000 Wohnungen betreut, werde durch die Außendarstellung im Erdgeschoss künftig viel deutlicher als Immobilienstandort erkennbar – und als Anlaufstelle für Mietwohnungen, Gewerbe- und Eigentums-Immobilien aller Art.
Außer dem Vorbau will die GWH alle Etagen in dem ab 1969 erbauten Hochhaus künftig selbst nutzen – auch die unteren drei Stockwerke, in denen bis zum Sommer das Stoffhaus am Kö ansässig war. Für die Sanierung, die 8,75 Millionen Euro kostet, ist das Haus derzeit rundum eingerüstet, fast alle rund 60 Beschäftigten arbeiten aktuell im Homeoffice. „Die Fassade ist thermisch dicht“, sagte GWH-Bauleiter Jens Gründer. Im Inneren sei es derzeit aber ungemütlich, weil an der Heizungs- und Installationstechnik gearbeitet werde. Im neuen Jahr soll das Hochhaus dann eine markante Fassade mit fortschrittlicher Nachhaltigkeitstechnik bekommen: Der bisher als Werbefläche genutzte Treppenhausbereich wird zum großen vertikalen Sonnenstrom-Kollektor, aufs Dach soll eine Wärmepumpe kommen.
