Polarwirbel hält Überraschung für Hessen parat – DWD mit neuen Wetterwarnungen
VonFlorian Dörr
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Anna Kirschner
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Das Wetter in Hessen gleicht mit Blick auf die kommenden Tage einer Wundertüte. Während hier von Schneelandschaften die Rede ist, werden dort Werte von bis zu zehn Grad prognostiziert.
Update vom Mittwoch, 15. Januar, 13.50 Uhr: Nach den Unwetterwarnungen am Mittwochmorgen in weiten Teilens Hessens ist ein wenig Ruhe eingekehrt. Zwar gelten noch immer Warnungen des Deutschen Wetterdienstes vor Glätte und Frost in Nordhessen rund um Kassel sowie im Osten des Landes, die nach aktuellem Stand der Experten bis zum Donnerstagmorgen (16. Januar) Bestand haben. Es gilt jedoch nur noch die Warnstufe 1, nicht mehr 3 und 4 wie am Morgen. Doch: Wie lange bleibt die Lage überschaubar?
Meteorologe Dominik Jung prognostiziert noch einmal eisige Temperaturen gepaart mit mehr Feuchtigkeit. Hintergrund: Durch eine mögliche Abschwächung des Polarwirbels könnte Ende Januar erneut kalte Luft aus der Arktis direkt nach Mitteleuropa strömen. Sicher ist jedoch noch nicht, dass es so kommt. Aber: „Die Kombination aus Kaltluft und Feuchtigkeit ist ideal für Schneefall, und es ist durchaus möglich, dass wir Ende Januar eine weiße Überraschung erleben“, erklärt Jung.
Für die kommenden Tage ist das in Hessen aber noch nicht zu erwarten. Laut DWD nehmen bis Mitte kommender Woche die Niederschlagsmengen zwar leicht zu, gleichzeitig steigen aber auch die Temperaturen im Bundesland bis auf mögliche Höchstwerte von zehn Grad Celsius.
Vorsicht beim Autofahren: DWD warnt in Hessen vor „markanter“ Glätte
Erstmeldung vom Mittwoch, 15. Januar, 7.52 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Mittwochmorgen (15. Januar) in ganz Hessen vor Glätte. Das geht aus der Warnkarte auf der Website des DWD hervor.
Die Warnungen der Stufen 1 und 2 gelten aktuell bis 10 Uhr, können aber jederzeit verlängert oder angepasst werden. Ausnahme ist der Kreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen. Dort gilt eine Unwetterwarnung der Stufe 3 von 4 wegen Glatteis bis 8 Uhr, aber auch danach kann es dort Glätte geben.
Gefahr für Leib und Leben: Glättewarnung für ganz Hessen
Die Wetterexperten werden in ihrer Warnung deutlich: „Gefahr für Leib und Leben durch plötzlich gefrierenden Regen“. Ihre Handlungsempfehlung: Aufenthalt im Freien und Fahrten vermeiden, möglichst volltanken, Decken und warme Getränke mitführen.
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Am östlichen Rand Hessens gilt in mehreren Landkreisen eine Warnung der Stufe 2 vor „markanter Glätte“ wegen gefrierenden Regens. Nicht notwendige Aufenthalten im Freien und Fahrten sollten vermieden werden. Davon betroffen sind der Werra-Meißner-Kreis, der Kreis Hersfeld-Rotenburg, der Kreis Fulda und der Main-Kinzig-Kreis. In allen anderen Landkreisen gilt Warnstufe 1 vor Glätte und Frost.