VonSebastian Reichertschließen
Am 16. Oktober starteten die ersten knapp 60 Medizinstudierenden des Wintersemesters 2023/24 am Klinikum Fulda. Weitere 30 werden zum Sommersemester 2024 dazukommen. Der Campus gehört zur Universitätsmedizin Marburg.
Fulda - Nachdem der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein persönlich am 22. August den Campus Fulda der Universitätsmedizin Marburg offiziell eröffnet hat, starteten am 16. Oktober die ersten knapp 60 Medizinstudierenden des Wintersemesters 2023/24 am Klinikum Fulda.
Darüber informierte das Klinikum Fulda in einer Pressemitteilung. Weitere 30 werden zum Sommersemester 2024 dazukommen. Begrüßt wurden die Studierenden von Dr. Thomas Menzel, dem Sprecher des Vorstands des Klinikums Fulda, und von Prof. Dr. Karim Khakzar, dem Präsidenten der Hochschule Fulda.
60 Medizinstudierende starten in Fulda - Campus gehört zur Uni Marburg
„Der heutige Start am Campus Fulda markiert in mehrerlei Hinsicht einen großen Tag - für Fulda und die Region Osthessen, für die Hochschule Fulda, die Universitätsmedizin Marburg und das Klinikum Fulda, aber auch für die Universitätsmedizin in ganz Hessen“, begrüßte Menzel die Studierenden in der Campusetage des Klinikums Fulda.
Prof. Dr. Karim Khakzar zeigte sich überzeugt, dass insbesondere berufsgruppenübergreifende Ausbildung durch die Kooperation mit der Hochschule neue Perspektiven eröffnet: „Wir werden uns künftig an Ihrer Medizin-Ausbildung beteiligen und Sie alle sind herzlich eingeladen, die Einrichtungen der Hochschule in Fulda zu nutzen, von der Mensa über die Bibliothek bis zum Hochschulsport.“
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Laut Prof. Dr. Thomas Nauss, dem Präsidenten der Philipps-Universität Marburg, können durch das Kooperationsprojekt nun rund 400 Studierende pro Studienjahr einen Vollstudienplatz in Marburg erhalten und so ihre Ausbildung in Hessen abschließen.
Im klinischen Abschnitt des Studiums finden die Studierenden laut der Mitteilung in Fulda alle Voraussetzungen für ein Studium auf zeitgemäßem Niveau vor. Das gelte sowohl für das breite Angebot an Lehrveranstaltungen als auch für den kontinuierlichen Aufbau der Forschungsaktivitäten am Standort Fulda.
„Darauf haben wir lange und ausdauernd hingearbeitet“, erklärte Menzel. Ihm sei es unterdessen besonders wichtig, dass auch den Studierenden in Fulda Forschung und Lehre in einer Einheit vermittelt werden.
Die Studierenden zeigten sich begeistert von dem herzlichen Empfang und den modernen Räumlichkeiten. „Wir freuen uns, hier zu sein und die Klinischen Jahre unseres Studiums in Fulda absolvieren zu dürfen“, sagten Michael Kirr, Moritz Eik und Jana Ulrich übereinstimmend. „Wir haben uns hier gleich wohl gefühlt.“
Mit Mitteln des Landes Hessen richtete die Universität Marburg die rund 2.300 Quadratmeter große Campusetage des INO-Zentrums am Klinikum Fulda ein: die Räume sind unter anderem mit moderner Medientechnik ausgerüstet. Neben den Seminarräumen befinden sich dort auch die erweiterte medizinische Fachbibliothek sowie hervorragend ausgestattete Simulationsräume, Aufenthaltsräume und Rückzugsräume für Einzel- und Gruppenarbeiten.
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„Bei uns im Klinikum ist in den letzten Jahren und insbesondere in den letzten Monaten durch die Vorbereitungen viel zusätzliche Arbeit angefallen, die mit spürbarem Enthusiasmus und großem Engagement von den Mitgliedern der Studienkommission unter Leitung von Dr. Achim Hellinger aber auch von vielen weiteren Akteuren geleistet wurde“, ergänzte Menzel.
„Ein großer Dank gilt daher den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität Marburg, der Hochschule Fulda und des Klinikums Fulda, die bereits viele der operativen Themen erfolgreich bearbeitet haben. Insbesondere die Teams des Dekanats in Marburg und der Außenstelle Klinikum Fulda haben wirklich Großartiges geleistet.“
