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Derzeit kursieren gefälschte E-Mails der Bundespolizei. Zwei HNA-Leser haben sich an die Redaktion Melsungen gewandt, um auf den Betrug hinzuweisen.
Melsungen – In den E-Mails wird den Empfängern vorgeworfen, Beschuldigte in Ermittlungen zu Kindesmissbrauchsfällen zu sein.
Die Mitmenschen müssten vor solchen E-Mails gewarnt werden, da man doch immer wieder lese und höre, dass Menschen darauf hineinfielen, sagt einer der Leser, der namentlich nicht genannt werden möchte. Bei solchen betrügerischen E-Mails bestehe immer die Gefahr, dass Menschen Geld verlören.
„Die Polizei in Melsungen habe ich ebenfalls informiert. Man erklärte mir dort, dass eine Vielzahl solcher Mails bekannt wären, man aber den Erfolg einer Anzeige aus Erfahrung als sehr niedrig einschätze, weil diese Mails meistens aus dem Ausland verschickt würden“, berichtet der Leser.
Er sei außerdem erstaunt und enttäuscht, dass man ihm nur geraten habe, die E-Mail-Adresse in den Spamordner zu übertragen, um in Zukunft von dieser Adresse nicht weiter belästigt zu werden. Es habe geheißen, dass eine Weiterverfolgung nicht nötig sei, weil E-Mails dieser Art bekannt seien und eine Anzeige eigentlich nutzlos wäre, da diese E-Mails in der Regel aus Ländern kämen mit denen die Deutschland keine juristischen Abkommen habe.
Als Absender wird in der E-Mail die Bundespolizeiinspektion München genannt. Auf Nachfrage bei der Bundespolizei-Inspektion Kassel gab diese Tipps zum Umgang mit solchen Nachrichten beziehungsweise Hilfestellungen, um Mails als Fake-Mails zu erkennen.
So benutze die Bundespolizei niemals E-Mail-Adressen eines privaten Internetanbieters wie beispielsweise von Web.de oder GMX. „Offizielle E-Mails der Bundespolizei haben immer einen behördlichen Bezug und eindeutige Kontaktangaben“, heißt es von Klaus Arend, dem Sprecher der Bundespolizei Kassel.
Bei der aktuellen E-Mail handele es sich definitiv um eine Fake-E-Mail. Auf solche Nachrichten sollte man keinesfalls reagieren und im Zweifel bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle nachfragen, sagt er. (Damai D. Dewert)
