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Nach Austritt aus der AfD: Müger behält Mandat

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Müger geht nach seinem Austritt in die Offensive.
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Der Ex-AfD-Politiker, der sich in einem Video gegen Migration und für „freie Waffen für freie Bürger“ ausgesprochen und dann ein Sturmgewehr abgefeuert hatte, kritisiert seine Partei.

Der wegen eines martialischen Tiktok-Videos unter Druck geratene hessische Landtagsabgeordnete Maximilian Müger will sein Mandat trotz seines Austritts aus der teils rechtsextremen hessischen AfD behalten. Er werde es bis zum Ende der Legislatur als fraktionsloser Abgeordneter ausüben, teilte Müger der Frankfurter Rundschau auf Anfrage mit.

Er wolle auch weiter bei Anträgen und Abstimmungen mit seiner ehemaligen Fraktion stimmen, „wenn sie die Inhalte vertritt, für die sie vom hessischen Wähler den Auftrag erhalten hat“, sagte Müger. Lediglich „alberne“ Anträge werde er nicht unterstützen.

Den Umgang der AfD mit ihm finde er „unverschämt, illoyal und doppelzüngig“, fügte Müger hinzu – zumal er der Partei kurz nach der Parteigründung beigetreten sei und lange Mitglied der AfD Hessen gewesen sei. Er habe allerdings auch viel Solidarität aus der AfD erfahren, wenn auch „vorwiegend von außerhalb Hessens“.

Müger hatte im Internet ein Video geteilt, indem er sich gegen Migration und für „freie Waffen für freie Bürger“ ausgesprochen und dann ein Sturmgewehr abgefeuert hatte. Die AfD hatte sich von dem 31-Jährigen distanziert und ihn zur Aufgabe aller parteiinternen Ämter gedrängt. Dann hatte Müger auch die AfD und ihre hessische Fraktion verlassen.

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