VonMatthias Lohrschließen
Das Bergparkleuchten Anfang Oktober war ein großer Erfolg, allerdings gab es viele Beschwerden wegen der Verkehrssituation. Dies soll im nächsten Jahr besser werden.
Kassel – Von der Veranstaltung, die vor zweieinhalb Wochen Tausende Besucher verzauberte, hat Eva Koch nur am Rande etwas mitbekommen. Am 2. Oktober radelte die Kasseler Grünen-Stadtverordnete in ihre Lieblingskneipe Scenario in Wahlershausen und wunderte sich schon in Kirchditmold über den massiven Verkehrsstau.
Bei bestem Wetter wollten am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit Massen an Menschen zum Bergparkleuchten. Viele schafften es jedoch nicht in den Bergpark, weil es mit dem Auto kein Durchkommen gab. Mehrere Straßenbahnen konnten nicht bis zur Endhaltestelle fahren.
Bergparkleuchten in Kassel: Illuminationsshow begeistert – Verkehrssituation verbesserungswürdig
Die Reaktionen, die Veranstalter Kasseler Marketing zu der beeindruckenden Illuminationsshow erhielt, waren durchweg positiv bis begeistert. Die Verkehrssituation war jedoch verbesserungswürdig. Bei Koch meldeten sich nach der Veranstaltung, zu der an fünf Abenden 80 000 Besucher kamen, viele Menschen, die sagten, es sei eine Katastrophe gewesen. Zudem riefen entnervte Anwohner etwa aus dem Mulang an, wo zumindest am Montagabend stundenlang gar nichts mehr ging, weil Auto an Auto stand.
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In der Fragestunde des Stadtparlaments fragte Koch am Montag darum Stadtbaurat Christof Nolda, wie der Magistrat die Verkehrssituation bewertet. Ihr Parteikollege lobte das Bergparkleuchten als „tolles Ereignis“ und „überaus großen Erfolg“. Auch wegen des spätsommerlichen Wetters sei der Ansturm groß gewesen: „Es hat sich gezeigt, dass die Kommunikation, bitte nicht mit dem Auto anzureisen, nicht ausgereicht hat.“ Auch viele Kasseler hätten versucht, mit dem Auto bis zum Bergpark zu fahren. Dafür hat Nolda „relativ wenig Verständnis.“ Denn so hätten auch Bahnen und Busse im Stau gestanden: „Das war sehr ärgerlich.“ Wegen der vielen Autos mussten Fahrgäste der Straßenbahnen schon weit vor der Endhaltestelle aussteigen.
Bergparkleuchten in Kassel: „Mit dem Auto dort nichts verloren“
Die Erfahrungen aus diesem Jahr sollen nun gemeinsam ausgewertet werden. Klar ist für Nolda schon jetzt: „Mit dem Auto hat man bei so einer Veranstaltung am Bergpark nichts verloren.“ Auch bei den Radabstellplätzen gebe es noch Nachbesserungsbedarf.
Ob es besser wird, wird sich vom 3. bis zum 6. Oktober 2024 zeigen, wenn die zweite Auflage steigen soll. Danach soll es im Zwei-Jahres-Rhythmus weitergehen. Andreas Bilo von Kassel Marketing hatte bereits direkt nach der Premiere zufrieden festgestellt: „Wir sind hochzufrieden und davon überzeugt, ein neues Veranstaltungsformat geschaffen zu haben, das sehr gut zu Kassel passt.“
2024 wird wohl auch Eva Koch dabei sein. Dieses Jahr wollte sie am letzten Tag, am 3. Oktober, zum Bergparkleuchten. Wegen des Regens fuhr sie dann aber doch nicht zum Bergpark. (Matthias Lohr)
