VonNiklas Hechtschließen
Eine Befragung im Auftrag der AOK zeigt die größten Stressfaktoren der Hessinnen und Hessen. Auf Platz eins: Schlafmangel.
Kassel – Viele Menschen in Hessen kennen das Problem: Es ist spät, der Wecker klingelt am nächsten Morgen früh, und plötzlich entsteht die Angst, nicht mehr einschlafen zu können. Dieser Gedanke hindert dann tatsächlich am Einschlafen. Eine Art selbsterfüllende Prophezeiung.
Laut einer aktuellen Studie von Insa Consulere im Auftrag der AOK Hessen berichten 39 Prozent der Befragten, dass sie zu wenig Schlaf bekommen. Schlafmangel stellt somit den größten Stressfaktor im Bundesland dar. Für diese repräsentative Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut 1.000 Hessinnen und Hessen.
Konflikte mit der Familie auf Platz zwei der Stressfaktoren in Hessen
An zweiter Stelle der Stressfaktoren stehen familiäre Konflikte. 29 Prozent der Teilnehmenden gaben an, mit Angehörigen im Streit zu liegen. Eigene gesundheitliche Probleme (26 Prozent) und hoher Leistungsdruck am Arbeitsplatz (21 Prozent) folgen auf den Plätzen drei und vier. Mehrfachantworten waren möglich, was darauf hindeutet, dass Schlafmangel oft ein Symptom für alltägliche Belastungen ist, wie die Krankenkasse mitteilt. Fast jede fünfte befragte Person (19 Prozent) leidet unter akuter Zeitnot. Nur 15 Prozent der Befragten empfinden überhaupt keinen Stress.
15 Prozent der Befragten in Hessen haben keinen Stress
„Schlafmangel geht nicht nur mit ständiger Müdigkeit und mangelnder Konzentration einher. Vielmehr kann es zum Anstieg des Blutdrucks und der Herzfrequenz kommen. Das sind Risikofaktoren, die langfristig zu einem Herzinfarkt führen können“, erläuterte Dr. Christoph-Gerard Stein, Mediziner bei der AOK Hessen.
Weiter unten auf der Liste der Stressfaktoren finden sich Lärm am Arbeitsplatz oder zu Hause (14 Prozent) sowie die Überforderung durch pflegerische (7 Prozent) und erzieherische Aufgaben (6 Prozent). (nhe)
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