Frankfurter Nordend

„Das Fest findet statt“: Party auf der unteren Berger Straße kann kommen

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Der Veranstalter des Straßenfestes kann die Finanzierung des Sicherheitskonzepts klären. Die Stadt will die Kosten von rund 100.000 Euro übernehmen.

Frankfurt – Am 25. und 26. Mai wird auf der unteren Berger Straße im Frankfurter Stadtteil Nordend gefeiert. Dann soll sich die Einkaufsstraße zwischen Bethmannpark und Höhenstraße wieder für zwei Tage in eine lange Festmeile verwandeln. Die Interessengemeinschaft „Untere Berger Straße“, die die Party organisiert, habe die Fragen zur Finanzierung der Sicherheitsmaßnahmen mit der Stadt klären können, teilt der Vorsitzende des Gewerbevereins, Kaweh Nemati, mit: „Das Fest findet statt.“

Noch vor einer Woche war Nemati unklar, ob die Stadt die Kosten für das Sicherheitskonzept erneut übernimmt, die im vergangenen Jahr bei rund 60 000 Euro gelegen haben. Der Gewerbeverein hatte deshalb die Aufträge eingestellt. Auch, da für das Fest am letzten Maiwochenende die Kosten um rund 35 000 Euro gestiegen sind. Die Landespolizei hatte neue Auflagen zur Terrorbekämpfung vorgegeben. Demnach reicht es für das Straßenfest nicht mehr aus, die Zufahrten mit beschwerten Lkw zu blockieren. Nötig seien jetzt vom TÜV-zertifizierte Blockaden.

Nemati war unklar, ob die Stadt auch diese Zusatzkosten trägt. Vor allem das Wann der Auszahlung war bislang problematisch, da die IG die Kosten nicht vorstrecken könne. Annette Rinn (FDP), Leiterin des Sicherheitsdezernats, über das der Betrag gezahlt wird, hatte noch am Freitag auf Anfrage mitgeteilt, dass das Geld für die Sicherungsmaßnahmen im Haushalt eingestellt seien, dieser aber erst im Juli verabschiedet werde und dann noch vom Innenminister genehmigt werden müsste.

Die zweitägige Feier findet am letzten Maiwochenende auf der unteren Berger Straße statt.

Frankfurter Nordend: Zweitägige Feier Ende Mai auf der unteren Berger Straße

Die Interessengemeinschaft hatte deshalb damit gerechnet, das Geld nicht vor Ende des Jahres zu erhalten. Doch das wäre für die Dienstleister zu spät gewesen. Die Feier wäre ausgefallen. Jetzt sei geklärt, dass die Stadt die gesamten Kosten für das Sicherheitskonzept übernehme, sagt Nemati. Die Auszahlung werde „zeitnah“ nach dem Fest erfolgen, Ende Mai oder Juni, so dass der Verein nicht wieder in Bedrängnis geraten werde. Alle Aufträge seien wieder aktiviert worden.

Auf die Frage, wie die Stadt das Problem gelöst habe, teilt Rinn schriftlich nur mit: „Wir haben eine pragmatische Lösung gefunden, mit der alle Beteiligten leben können.“

Kaweh Nemati lobt Stadträtin Rinn und ihre Kollegin, Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst (FDP). Beide hätten sich sehr dafür eingesetzt, dass das Fest nicht ausfällt. Über das Wirtschaftsdezernat bekommt die IG 27 000 Euro für das Fest. Unterstützung gab es auch vom Ortsbeirat 3. Der hatte sich dafür ausgesprochen, dass für die Feier zusätzlich 6000 Euro eingestellt werden.

Im kommenden Jahr dürften die Kosten für die Sicherheitsmaßnahmen etwas geringer ausfallen. Dann könne die IG die neuen Sperren voraussichtlich über die Tourismus+Congress GmbH gegen Gebühr ausleihen, so Nemati. Diese habe die Blockaden für die Fußball-EM bestellt. Doch kämen sie erst nach der Feier auf der Berger Straße nach Frankfurt. (Boris Schlepper)

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