Tauwetter und Regen

Hochwasser bei hessischen Flüssen: Meldestufe erreicht – diese Gewässer sind betroffen

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Vielerorts haben die Flüsse in Hessen am Wochenende die Hochwassermeldestufe 1 überschreiten. Schuld sind Regenfälle und der Schnee, der aktuell abtaut.

Update von Montag, 11. Dezember, 9.25 Uhr: Die Pegelstände an hessischen Flüssen sind weiterhin hoch. An manchen Orten sind die Pegel so hoch, dass Meldestufen des HLNUG überschritten werden. Insbesondere führen Gewässer in Mittelhessen aktuell deutlich mehr Wasser als üblich. Dort haben die Wasserstände der Flüsse Wohra, Lahn, Salzböde und Dill die erste Meldestufe überschritten.

Auch im restlichen Hessen sind die Wasserstände von Flüssen erhöht. In Nordhessen droht die Orke überzulaufen, in Osthessen die Eder und die Fulda. Auch die Kinzig bei Gelnhausen und der Schwarzbach (bei Wiesbaden) erreichen die erste Meldestufe.

In Hessen steigen die Flusspegel. (Symbolfoto)

„Weitere Überschreitungen heute zu erwarten“: Pegel in Hessen steigen

Update vom Sonntag, 10. Dezember, 9.21 Uhr: Die Flüsse in Hessen führen immer mehr Wasser. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des HLNUG vom Sonntagmorgen hervor. 10 Flüsse haben demnach bereits die Meldestufe 1 überschritten.

„Da die Wasserstände weiter ansteigen, sind weitere Meldestufenüberschreitungen am heutigen Tag zu erwarten, wobei auch die Meldestufe 2 vereinzelt erreicht werden kann“, teilte das HLNUG mit. Nicht nur in Hessen steigen die Pegel aufgrund des Tauwetters und der Niederschläge derzeit, auch in Bayern färbt sich die Hochwasser-Warnkarte allmählich ein.

Die Pegel der hessischen Flüsse steigen. (Symbolfoto)

Hochwasser in Hessen: Flüsse im gesamten Bundesland betroffen

Betroffen seien vor allem das Lahngebiet, die Oberläufe der Fulda, die Werrazuflüsse und die Gewässer in Südhessen. Aber auch an den Oberläufen kleinerer Gewässer in anderen Regionen Hessens seien Meldestufenüberschreitungen nicht auszuschließen. Hier gilt derzeit die Meldestufe 1:

  • Wohra bei Bartenhausen (Kreis Marburg-Biedenkopf)
  • Perf bei Breidenbach (Kreis Marburg-Biedenkopf)
  • Aar bei Michelbach (Kreis Marburg-Biedenkopf)
  • Fulda bei Bronzell und Hettenhausen (Kreis Fulda)
  • Flieder bei Kerzell (Kreis Fulda)
  • Schwarzbach bei Eppstein (Main-Taunus-Kreis)
  • Salzböde bei Etzelmühle (Lahn-Dill-Kreis)
  • Dill bei Fellerdilln (Lahn-Dill-Kreis)
  • Kinzig bei Gelnhausen (Main-Kinzig-Kreis)

Den hessischen Rheinabschnitt durchfließt der Hochwasserscheitel voraussichtlich ab Mitte nächster Woche. Nach derzeitigen Prognosen kann es am hessischen Rheinabschnitt zu einem fünf- bis zehnjährlichen Hochwasser kommen. Die hessische Meldestufe 1 am Pegel Mainz ist nicht auszuschließen.

Amtliche Warnung vor Hochwasser im Taunus – auch Teile der Wetterau betroffen

Update vom Samstag, 9. Dezember, 20.18 Uhr: Für die ersten Regionen in Hessen gelten amtliche Warnungen vor Hochwasser. Das meldet das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Samstagabend.

Die Warnung, die auch über die verschiedenen Warn-Apps der Bevölkerung übermittelt wurden, gilt für folgende Kreise:

  • Hochtaunuskreis
  • Main-Taunus-Kreis
  • westlicher Teil des Wetteraukreises
  • nördliches Stadtgebiet Frankfurt

Auch für die Lahn in Mittelhessen werden steigende Pegel vermeldet, allerdings ist hier noch keine Meldestufe überschritten worden.

Der Rhein könnte in den kommenden Tagen deutlich über seine Ufer treten. (Archivfoto)

Hochwassergefahr am Rhein und seinen Nebenflüssen – Prognosen sagen heftiges Ausmaß voraus

Erstmeldung vom Freitag, 8. Dezember, 16.35 Uhr: Die kommende Woche könnte laut Vorhersagen am Rhein durch Tauwetter und Regenfälle Hochwasser bringen. Die Hochwasservorhersagezentrale des Landesamts für Umwelt in Mainz teilte am Freitag (8. Dezember) mit, dass am Oberrhein ein Hochwasser droht. Dieses könnte das Ausmaß erreichen, das statistisch alle zehn Jahre auftritt.

Ein Sprecher des Landesamts für Umwelt erklärte, dass in diesem Fall überflutete Uferbereiche zu erwarten sind. Ab Samstag wird eine deutliche Zunahme der Wasserstände am Oberrhein erwartet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für das Wochenende mildere Temperaturen. Diese könnten dazu führen, dass der Schnee in Süddeutschland und im Bergland schmilzt.

Hohe Pegelstände erwartet: Zehnjährliches Hochwasser am Rhein möglich

Auch am Mittelrhein wird ab Sonntag (10. Dezember) ein Anstieg der Pegelstände erwartet. Es gibt Anzeichen dafür, dass ein Hochwasser, das mindestens alle zwei Jahre auftritt, überschritten werden könnte. Sogar ein zehnjährliches Hochwasser scheint möglich. Allerdings sind die Vorhersagen noch unsicher.

Erst im November gab es ein Hochwasser am Rhein, im Südwesten ist die Lage besonders angespannt. Dies führte auch zu Beeinträchtigungen im Schiffsverkehr. Auch an Lahn, Sieg und Nahe könnten die Meldehöhen überschritten werden. Diese Überschreitungen dürften jedoch nur kurzfristig sein und nicht über das Ausmaß eines zweijährlichen Hochwassers hinausgehen. (esa)

Der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

Rubriklistenbild: © Philipp Schulze/dpa

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