VonJens Joachimschließen
Der Bundestagsabgeordnete Philip Krämer (Grüne) und die Partei Die Linke können in Darmstadt Jugendliche von ihren politischen Zielen am besten überzeugen.
An der U18-Bundestagswahl, die vom 7. bis zum 14. Februar stattfand, haben sich in Darmstadt 1558 unter 18-jährige beteiligt. In ganz Hessen waren nach einer Mitteilung der Stadt knapp 4000 Stimmen abgegeben worden. Bei der U18-Wahl handelt es sich um ein Projekt politischer Jugendbildung. Die Wahlergebnisse sind nicht repräsentativ.
Bei den Erststimmen lag der Bundestagsabgeordnete Philip Krämer (Grüne) mit 24,3 Prozent vor Jakob Migenda von der Linken (17,5) und den Bundestagskandidaten Andreas Larem von der SPD (17,1) und Astrid Mannes von der CDU (15,8).
Bei den Zweitstimmen wurden – ebenso wie in ganz Deutschland – auch in Darmstadt für die Partei Die Linke die meisten Stimmen abgegeben. Die Partei kam auf 22,3 Prozent. Bei der letzten U18-Bundestagswahl in Darmstadt war die Linkspartei mit 9,4 Prozent noch auf dem fünften Platz gelandet. Zweitstärkste Partei wurde diesmal die SPD mit 18,6 Prozent, gefolgt von den Grünen, für die 18,3 Prozent abgegeben wurden. Die CDU blieb mit 14,7 Prozent weiter im Mittelfeld. Für die in Teilen rechtsextreme AfD wurden von den am kommenden Sonntag nicht wahlberechtigten Jugendlichen 6,9 und für die Partei Volt 5,7 Prozent der Stimmen abgegeben. Weniger als 5 Prozent der Stimmen erhielten die FDP (4,5 Prozent), die Tierschutzpartei (3,4), das Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) und die Satirepartei Die Partei mit jeweils 2 Prozent.
Das Ergebnis der U18-Wahl in Darmstadt zeige, „dass die unter 18-Jährigen offensichtlich nicht auf einfache Lösungsangebote und Sündenbockstrategien hereinfallen“, äußerte Aaron Becker, der Vorsitzende des Darmstädter Jugendrings. jjo
