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Jens Joachimschließen
Bei Vorbereitungen einer Veranstaltung zu Israel und Hamas äußern sich Passanten in Darmstadt abfällig. Juso-Vorsitzender: „Fühlte mich unwohl.“
Während der Vorbereitungen für eine Veranstaltung zum Thema „Der Israel-Hamas-Krieg – Vorwand für tiefen Judenhass?“ ist es in Darmstadt zu antisemitischen Äußerungen gekommen. Das berichten Darmstädter Jungsozialist:innen.
Juso-Vorsitzender Rodan Zeybek sagte der Frankfurter Rundschau auf Anfrage, während der Plakatierung für die Veranstaltung mit Michel Friedmann hätten sich drei Vorfällen ereignet. Einmal habe jemand im Vorbeigehen vor ihnen auf den Boden gespuckt, während ein Plakat aufgehängt worden sei. Ein anderer habe aus einem Auto „Scheiß Israel“ geschrien, und bei einem dritten Vorfall sei der Satz „Freiheit für Palästina“ gefallen.
Juso-Vorsitzender: Reaktionen zeigen, wie wichtig die Veranstaltung ist
„Dies war das erste Mal, dass ich mich beim Plakatieren unwohl gefühlt habe“, sagte Zeybek zu den Erlebnissen mit Passanten. Diese Erfahrung zeige deutlich, wie relevant und dringend notwendig der Kampf gegen Antisemitismus sei – auch in Darmstadt.
Die Veranstaltung am Freitag, 2. Februar, 18 Uhr, zielt darauf ab, verschiedene Perspektiven auf den Israel-Hamas-Konflikt und dessen Auswirkungen in Deutschland zu beleuchten, insbesondere im Hinblick auf den Anstieg antisemitischer und antimuslimischer Vorfälle.
An der Diskussionsrunde im Justus-Liebig-Haus beteiligen sich der Jurist und Publizist Michel Friedman, die Gründerin der Initiative „Nie wieder ist jetzt“, Debora Schabel, der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime, Abdassamad El Yazidi, und Darmstadts Oberbürgermeister Hanno Benz (SPD). Moderiert wird die Veranstaltung, zu der die Jusos Südhessen einladen, von der ehemalige Grünen-Landtagspolitikerin Mürvet Öztürk.
Podiumsdiskussion
„Der Israel-Hamas-Krieg – Vorwand für tiefen Judenhass?“ ist Titel der Podiumsdiskussion am Freitag, 2. Februar, zu dem die Öffentlichkeit eingeladen ist. Einlass ab 18 Uhr, Beginn 18.30 Uhr im Justus-Liebig-Haus, Große Bachgasse 2 in Darmstadt.
Zu Gast sind der Publizist und Jurist Michel Friedman, Debora Schabel, Gründerin der Initiative „Nie wieder ist jetzt“, Abdassamad El Yazidi, Generalsekretär des Zentralrats der Muslime und Hanno Benz, Oberbürgermeister von Darmstadt. cka

