Temperaturrückgang

Polare Meeresluft: Fallen auf der Wasserkuppe am Mittwoch die ersten Schneeflocken?

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Die Wasserkuppe von oben - dort könnten in dieser Woche die ersten Schneeflocken fallen. Winterlich, wie auf unserem Foto, wird es wohl erst in einigen Tagen. (Archivbild)
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Hessen ist mit trübem, oft nassem Herbstwetter in die neue Woche gestartet. Polare Meeresluft sorgt jetzt für einen Temperaturrückgang in den Hochlagen der Mittelgebirge - und möglicherweise für die ersten Schneeflocken.

Fulda - Nach einem überwiegend trüben, kühlen Wochenende, dominierten Regen und Nebel zu Beginn der Woche das Wetter in Hessen. Für die kommenden Tage sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) dann teils starke Bewölkung und zeitweise Regen oder Sprühregen voraus.

Erste Schneeflocken schon diese Woche auf der Wasserkuppe?

Die Menschen in Hessen können sich also weiterhin auf typisches Herbstwetter einstellen. Sonnenschein hingegen ist eher nicht in Sicht: „Unverändert bleibt die äußerst magere Sonnenausbeute“, sagt Meteorologe Adrian Leyser vom DWD.

Tagsüber liegen die Temperaturen bis zum Donnerstag zwischen sechs und zehn Grad. Nachts erwarten die Meteorologen am Dienstag und Mittwoch Tiefsttemperaturen von null Grad. Während sich das Temperaturniveau in den Tieflagen laut DWD kaum ändert, sorgt die einfließende polare Meeresluft in den Hochlagen der Mittelgebirge für einen „spürbaren Temperaturrückgang“, so Leyser.

Dabei sinken die Temperaturen teils bis in den Frostbereich, und es könnte dem DWD zufolge sogar Schnee geben „Eventuell sehen einige Berge oberhalb von 800 Metern tatsächlich den ersten Schnee des Winterhalbjahres.“ Auch Meteorologe Oliver Reuter aus Eiterfeld im Hünfelder Land hält es für möglich, dass am Mittwoch in den Nachmittagsstunden die ersten nassen Schneeflocken auf der Wasserkuppe fallen könnten.

Falls das tatsächlich so komme, werde der Schnee aber wohl nicht liegen bleiben. „Dafür wird es zu wenig sein und die Böden sind noch zu warm“, sagt der Meteorologe.

Gleichwohl mahnen alle Wetter-Experten Autofahrer zur Vorsicht. Durch die Restfeuchte des örtlichen Nachtfrosts könne es auf den Straßen teilweise glatt werden. So oder so sei es nun höchste Zeit, auf die Winterreifen zu wechseln, betont auch Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

Zum Ende der Woche hin sorgt das Hoch Azzedine laut DWD für nachlassende Niederschläge. Zwar könne es erneut zu Nebel und Hochnebel kommen, aber immerhin stiegen die Chancen auf etwas Sonnenschein. „Nach den zahllosen tristen Herbsttagen eine echte Wohltat“, so Leyser über den Wettertrend zum Wochenende.

Video: Wintereinbruch in der nächsten Woche möglich?

Zu Beginn der nächsten Woche könnte es dann aber sogar richtig winterlich werden. Nachdem die Wettermodelle schon zweimal den Winter angekündigt hatten, kommt nun ein neuer Versuch, heißt es bei fr.de zur Prognose von Wetter-Experte Dominik Jung: Demnach sei es dieses Mal deutlich wahrscheinlicher, dass tatsächlich zum ersten Mal der Winter bei uns in Deutschland so richtig anklopft. „Skandinavische Kaltluft wird uns nächste Woche erreichen. Dann würde auch die Schneefallgrenze spürbar sinken“, erklärt Meteorologe Jung.

Auch für die Region Fulda kündigt Oliver Reuter ab nächster Woche Montag oder Dienstag deutlich kühlere Luft für an. „Um den 19. November herum könnte es den ersten nennenswerten Schnee auf der Wasserkuppe geben“, sagt er zur aktuellen Auswertung der einzelnen Wettermodelle.

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