Frankfurt

Polizei zeigt Solidarität mit der Ukraine

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Solidarität mit der Ukraine in Frankfurt.
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Am Wochenende sind internationale Streifen beim Frankfurter Museumsuferfest unterwegs. Für Freitag ist eine große Demonstration für die Ukraine an der Hauptwache geplant.

Ein paar Erinnerungsfotos vom Rednerpult im Kaisersaal. Ein Wochenende in Frankfurt. Dann müssen zwei Polizisten und eine Polizistin wieder zurück in die Ukraine, ihren Dienst antreten. Am Donnerstag waren sie auf Einladung der „International Police Association“ (IPA) nach Frankfurt gekommen, die an diesem Wochenende beim Museumsuferfest Zusammenhalt und Solidarität mit der Ukraine demonstrieren will.

Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus Frankfurt und zehn weiteren europäischen Ländern und Israel werden sie in sechs Teams auf dem am Freitag beginnenden Museumsuferfest Streife laufen. Ziel ist es, mit vielen Bürgerinnen und Bürgern und Gästen der Veranstaltung ins Gespräch zu kommen. „Wir sind Teil dieser und der europäischen Gemeinschaft. Wir stehen für eine offene, tolerante, konsequente und bürgernahe Polizei. Das lassen wir uns von keinem absprechen. Wir sind da, wenn sie uns brauchen“, sagte Polizeikommissar Christian Heckens, der in der IPA aktiv ist. Er hat in den ersten Wochen und Monaten des russischen Angriffskriegs mit vielen anderen Kolleg:innen Spenden gesammelt und an die rumänisch-ukrainische sowie polnisch-ukrainische Grenze gebracht. Seit Monaten gibt es jedoch keine Hilfslieferungen mehr der IPA, weil die Spendenbereitschaft nachgelassen hat.

Kämmerer Bastian Bergerhoff (Grüne) betonte als Vertreter des Magistrats am Donnerstag, dass die Stadt rund 10 000 Menschen aus der Ukraine Zuflucht gewähre. „Die Stärke des Rechts muss an die Stelle des Rechts des Stärkeren treten“, sagte Bergerhoff. Der ukrainische Generalkonsul, Vadim Kostiuk, wurde am Tag des ukrainischen Unabhängigkeitstags deutlicher: „Die Ukraine wird nie aufgeben.“ Es werde erst Frieden geben, wenn das Land von der „russländischen Pest“ befreit sei. Dafür brauche man mehr Waffen. „Wir werden diesen Krieg gewinnen.“

An diesem Freitag wird Kostiuk auch an einer Demonstration an der Frankfurter Hauptwache, um 16.30 Uhr, teilnehmen. Perspektive Ukraine, der Ukrainische Verein Frankfurt, das Ukrainian Coordination Center, die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft für Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Initiative for Ukraine rufen zur Solidaritätskundgebung mit anschließendem Demonstrationszug an den Willy-Brandt-Platz auf – begleitet und beschützt von der Frankfurter Polizei.

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