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Die Arbeitsagentur in Göttingen appelliert, dass Behinderte mehr berufliche Chancen bekommen. Für diese Gruppe sei die Jobsuche schwierig. Sonst herrscht auf dem Arbeitsmarkt Stagnation.
Altkreis Münden – Weiterhin steht der Arbeitsmarkt in Südniedersachsen vor einem zentralen Problem: Das Besetzen von freien Stellen stelle trotz der Zahl an Arbeitslosen eine Herausforderung dar, heißt es von der Agentur für Arbeit in ihrem Bericht für den November.
Arbeitsmarkt: Menschen mit Behinderung besser einbinden
So gab es im Altkreis Münden mit Hann. Münden, Staufenberg und der Samtgemeinde Dransfeld einen Bestand von 426 unbesetzten Stellen. Darunter in den Bereichen Physiotherapie, Systemadministration, Bilanzbuchhaltung und Ergotherapie. Eine Chance, mehr geeignete Bewerber zu finden, sei, behinderte Menschen bei der Stellenvergabe stärker zu berücksichtigen, so heißt es von Klaudia Silbermann, Chefin der Agentur in Göttingen. Nach wie vor sei es für viele Behinderte schwierig, einen neuen Arbeitsplatz zu finden.
„Zum Teil ist für sie die Stellensuche deutlich aufwendiger, da nicht nur das fachliche Profil, sondern oftmals auch in besonderem Maße das Arbeitsumfeld und die Arbeitsbedingungen passen müssen“, wird Silbermann zitiert.
Viele Behinderte seien sehr gut qualifiziert und hoch motiviert, heißt es von Silbermann weiter. Aus dem Bericht der Agentur für Arbeit für die Landkreise Göttingen und Northeim geht hervor, dass es sonst wenig Neues auf dem Arbeitsmarkt gibt.
Stagnation auf dem Arbeitsmarkt in der Region Hann. Münden
Im Vergleich vom Oktober zum November war ein geringer Anstieg der Arbeitslosigkeit um 0,2 Prozent (35 Menschen) zu verbuchen. Somit waren insgesamt 15 385 Arbeitslose bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern gemeldet.
Die Quote der Arbeitslosen betrug 6,4 Prozent. In den einzelnen Kreisen gab es folgende Zahlen: Landkreis Göttingen 11 520 Arbeitslose (Quote: 6,7 Prozent) und Landkreis Northeim: 3865 Arbeitslose (5,5 Prozent). Veränderungen gab es im Vergleich zum November 2022. Damals waren in den beiden Kreisen 2148 Menschen weniger ohne Arbeit. Die Quote betrug damals 5,5 Prozent.
Schaut man sich die Zahlen für den Agenturbezirk Hann. Münden an, der die Kommunen Hann. Münden, Staufenberg und die Samtgemeinde Dransfeld umfasst, zeigt sich ein ähnliches Bild. In der Region waren im November 1191 Menschen ohne Arbeit, 35 Prozent mehr als im Oktober. Im November 2022 allerdings waren 179 Menschen arbeitslos. (Jens Döll)
