Gebrauchtwarenzentren Werra-Meißner-Kreis

Reger Zulauf für Gebrauchtwarenzentren in Eschwege und Witzenhausen

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Machten sich ein Bild von der Arbeit im Gebrauchtwarenzentrum Eschwege: Andreas Blase, Nicole Rathgeber, Andrea Kommer, Thomas Otto und Dirk Rühling.
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Wir haben einen Blick hinter die Kulissen eines Gebrauchtwarenzentrums geworfen. Im Werra-Meißner-Kreis gibt es zwei. Sie befinden sich in Eschwege und Witzenhausen.

Werra-Meißner – Secondhandware ist aktuell sehr gefragt. Nicht nur bei Kleidung, sondern auch bei Elektrogeräten. Auch die Gebrauchtwarenzentren in Eschwege und Witzenhausen merken diesen Trend. „Elektrogeräte sind heiß begehrt und bleiben oft nur kurze Zeit bei uns im Laden“, erklärt Andrea Kommer, Geschäftsführerin des Gebrauchtwarenzentrums Eschwege.

Aber nicht nur funktionierende Geräte kann man dort abgeben, auch Elektrogeräte, die ihre beste Zeit bereits hinter sich haben. Die Gebrauchtwarenzentren sammeln die alten Geräte, die dann bei den Caldener Werkstätten demontiert, sortiert und recycelt werden. In den vergangenen Jahren sammelten die beiden Gebrauchtwarenzentren zusammen 35 Tonnen an Altgeräten, 2019 waren es sogar 43 Tonnen. In den Caldener Werkstätten arbeiten rund 180 Menschen mit geistigem oder mehrfachem Handicap in sehr unterschiedlichen Bereichen. Die demontierten Geräte werden dann der entsprechenden Verwertung zugeführt und sorgen für einen Kreislauf.

Die noch funktionstüchtigen Geräte werden vor Ort geprüft und dann mit einer halbjährigen Garantie im Laden angeboten. Rund 50 Elektrogeräte wie Kaffeemaschinen, Hi-Fi-Anlagen, Toaster oder Lampen, aber natürlich auch Kühlschränke oder Herde finden pro Woche neue Besitzer durch die Gebrauchtwarenzentren. Wer jetzt denkt, dass man nur alte Geräte vor Ort findet, täuscht sich. „Wir haben sehr viele moderne Geräte, aber natürlich auch Liebhaberstücke, die noch oft gesucht werden“, so Andrea Kommer weiter. „Schön wäre eine Elektrowerkstatt, die Reparaturen durchführen könnte, allerdings sind viele Geräte mittlerweile so verbaut, dass man sie noch nicht mal aufmachen kann“, so Dirk Rühling, Geschäftsführer des Gebrauchtwarenzentrums Witzenhausen.

Landrätin Nicole Rathgeber machte sich am Dienstag (28. März) zusammen mit Andreas Blase, Fachdienst Abfallwirtschaft und Klimaschutz des Werra-Meißner-Kreises, und Thomas Otto, Projektleiter der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Mitte, vor Ort einen Eindruck und lobte die gute Arbeit der Gebrauchtwarenzentren. Die Gebrauchtwarenzentren in Eschwege und Witzenhausen haben montags und mittwochs von 10 bis 13 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. „Wir freuen uns, wenn sie uns ihre funktionierenden, ausrangierten Geräte vorbeibringen und wir ihnen ein zweites Leben schenken können“. Aber auch nicht mehr funktionierende Elektrogeräte oder Batterien können vor Ort zum Recycling abgegeben werden. (Sonja Berg)

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