Arbeiten am Estrich starten

Wiedereröffnung nach Pause in Sicht: Sanierung im Freibad Dalherda auf gutem Weg

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Derzeit wird der Einbau der Einströmdüsen abgeschlossen.
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Gersfelds Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU) und Bauamtsleiter Andreas Boll sind optimistisch, dass im Frühsommer das sanierte Freibad in Dalherda wieder geöffnet werden kann. 

Dalherda - Seit drei Jahren wird jetzt schon am Freibad gearbeitet. Preissteigerungen in der Folge der Corona-Pandemie, eine Firma, die abgesprungen ist, sowie Probleme, Zuschüsse aus dem IKEK-Programm zu bekommen, waren die Gründe für die Verzögerung. Jetzt sieht es so aus, dass im Frühsommer 2024, also Ende Mai oder Anfang Juni, das höchst gelegenen Schwimmbad Hessens, das zugleich auch ein wichtiger Treffpunkt in dem Dorf ist, wieder öffnen kann.

Rhön: Wiedereröffnung von Freibad Dalherda nach Pause in Sicht

Zwar gab es auch in diesem Jahr wieder Verzögerungen. „Aber nach dem jetzigen Stand können wichtige Arbeiten an der Schwimmbadtechnik und am Bodenbeckenaufbau in diesem Jahr beendet werden“, sagt der Bürgermeister.

„Die Leitungen der Einströmdüsen im Becken wurden Ende vergangener Woche verlegt“, berichtet Bauamtsleiter Andreas Boll. In dieser Woche erfolgen Arbeiten an der Badewassertechnik. Im weiteren Verlauf folgt dann der Aufbau des Beckenbodens und das Auftragen des Estrichs. Das Trocknen dauert dann vier bis fünf Wochen. Danach kann die Folie im Becken verklebt werden. Parallel wird der Bereich um das Becken hergestellt. „Eine Fertigstellung der wesentlichen baulichen Sanierungsarbeiten des Beckens ist bis Endes des Jahres zu erwarten“, ist der Bauamtsleiter zuversichtlich.

Im neuen Jahr, also im Frühling, werden dann noch Restarbeiten an den Plattenbelägen am Beckenrand und an der Außenanlage ausgeführt. „Diese Arbeiten übernehmen überwiegend Mitglieder des Schwimmbadvereins“, sagt deren Vorsitzender Ingo Sommers. Er freut sich, dass es jetzt doch voran geht und einer Wiedereröffnung im Frühsommer so gut wie nichts entgegensteht. Auch Bauamtsleiter Boll ist optimistisch: Nach der Einlaufphase der Aufbereitungstechnik im Frühjahr sehen wir eine Eröffnung des Badebetriebs in der nächsten Saison positiv entgegen.“

Eigentlich sollte die Sanierung schon im Spätsommer 2022 abgeschlossen sein. Doch dann sagte eine Firma, die die Badewassertechnik einbauen sollte, ab. Die Neuausschreibung ergab eine deutlich höherer Summe. Die Stadtverordneten hoben daraufhin die Ausschreibung auf. Im November 2022 stimmten sie dann Mehrkosten von 215.000 Euro zu, damit das Bad im Jahr 2023 weiter saniert werden kann.

Bürgermeister: Freibad „ist ein wichtiger Treffpunkt für die Ortsgemeinschaft“

Ein großer Teil der Kosten sollte dabei mit Mitteln aus dem IKEK-Programm finanziert werden. Doch bei der Behörde gab es im Frühjahr Probleme bei der Anerkennung des Projekts. Sie forderte neue Nachweise. Es zeichnete sich ab, dass es zu lange dauern würde, bis dieser Zuschuss genehmigt würde. Eine weitere Verzögerung der Sanierungsarbeiten für dieses Jahr wäre die Folge gewesen.

Dann kam der Landkreis Fulda ins Spiel und gewährte aus dem Kreisausgleichsstock 200.000 Euro, damit die Sanierung in diesem Jahr durchgeführt werden konnte. „Der Landkreis möchte damit nicht nur das Schwimmbad fördern, sondern vor allem die dörfliche Gemeinschaft, das Engagement der Ehrenamtlichen unterstützen und würdigen“, sagte Landrat Bernd Woide (CDU).

Bürgermeister Korell präzisiert: „Das Freibad ist ein wichtiger Treffpunkt für die Ortsgemeinschaft. Zudem lernen dort viele Kinder schwimmen, nicht nur aus Dalherda, sondern auch aus umliegenden Dörfern. Und der Schwimmbadverein ist sehr rührig, sorgt dafür, dass genügend Rettungsschwimmer vor Ort sind.“

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