VonRainer Icklerschließen
„Unser Wunsch ist es, dass wir noch dieses Jahr die Ulsterwelle wiedereröffnen können“, sagt Bürgermeister Ronny Günkel (CWE). Ob dieser Wunsch, quasi als nachträgliches Weihnachtsgeschenk, in Erfüllung geht, hängt davon ab, wie gut die Firmen in den nächsten Wochen bei der Sanierung vorankommen.
Hilders - Derzeit sieht es gut aus, berichtet Günkel den Gemeindevertretern in der jüngsten Sitzung. Mit Hochdruck werde aktuell an der Erneuerung der Ulsterwelle gearbeitet, die seit jetzt einem Jahr wegen der Umbaumaßnahmen geschlossen ist.
Rhön: Sanierung der Ulsterwelle in Endphase - Wiederöffnung 2023?
Die Fliesenleger haben die Dusch- und WC-Bereiche fertiggestellt, aktuell sind sie in der Sauna zugange. Die Fassade, ein großes Problem in der Vergangenheit, wird gerade neu gemacht, das heißt, die Fensterfronten werden eingebaut. Der neu eingehauste Bereich des einstigen Außenschwimmbeckens wird im Anschluss mit einer Fensterfassade versehen, erläuterte der Rathauschef. Wenn das alles nach Plan verläuft, sollen diese Arbeiten Mitte bis Ende November abgeschlossen sein.
Derweil sind die Dachdecker dabei, die finale Bitumenschicht zu verlegen, damit das Dach vor Einbruch des Winters wetterfest wird. Im Innenbereich arbeiten die Handwerker mit Hochdruck daran, Lüftungs-, Heizungs- und Sanitäranlagen fertigzustellen.
Wenn alles optimal läuft, wenn die Firmen die Materialien bekommen und die Mitarbeiter gesund bleiben, könnten Ende des Jahres die Arbeiten abgeschlossen werden, und sich die ersten Badegäste ein Bild von dem erneuerten Schwimmbad machen. „Wir können es nicht versprechen, aber es ist unser großer Wunsch, noch dieses Jahr zu öffnen“, erklärt Günkel gegenüber unserer Zeitung.
Dann wäre die lange ersehnte Sanierung vollendet, die aber rund eine Million Euro teurer gekommen ist als geplant und auch länger gedauert hat als vorgesehen. Noch im Frühjahr war der Bürgermeister von Kosten in Höhe von 2,3 Millionen Euro ausgegangen. Jetzt sind es 3,3 Millionen Euro.
Rundum-Sanierung der Ulsterwelle: Kosten betragen rund 3,3 Millionen Euro
Gründe dafür sind die vielen unvorhergesehenen Schäden, die erst bei der Sanierung des mittlerweile 21 Jahre alten Hallenbades zutage getreten sind und repariert werden mussten, sowie neue Gutachten und allgemeine Preissteigerungen bei den Baumaterialien.
Bauen im Bestand könne immer wieder zu negativen Überraschungen und Verzögerungen führen, sagt Günkel und verweist darauf, dass die Mehrheit der Gemeindevertreter für die Sanierung gewesen sei. Und man dürfe auch nicht vergessen, wie wichtig das Hallenbad mit Sauna – die Ulsterwelle ist das einzige in der hessischen Rhön – für den Rhön-Tourismus, für die Bürger, aber natürlich auch für den Sportunterricht der Schulen sei.
Das ist auch ein Grund, warum der Landkreis Fulda der Gemeinde Hilders im September einen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro für die Sanierung zukommen ließ. Aus Mitteln der Dorferneuerung fließen rund 1,5 Millionen in die Sanierung. Dazu kommen noch Gelder, die Hilders aus Regressansprüchen wegen Schäden an der Fassade und am Dach bekommen habe.
