Ein Unwetter hat in Alsfeld für dramatische Szene gesorgt. Keller liefen mit Wasser voll, Straßen wurden überflutet. Eine Schlammlawine rollte durch den Ort.
Alsfeld – Starkregen hat am Samstagabend und noch bis in die frühen Morgenstunden des Sonntags für einen Großeinsatz der Alsfelder Feuerwehr gesorgt: Wie Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer in seinem Einsatzbericht schreibt, wurde »Elbenrod teilweise von der Außenwelt abgeschnitten«. Es gab massive Überschwemmungen und Erde und Schotter auf vielen Straßen, Sturzbäche aus dem Feld kommend in Ortslagen der Stadtteile Eudorf, Hattendorf und Elbenrod. Circa 90 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen eilten zur Hilfe.
Ein Unwetter hat am Wochenende die Feuerwehr Alsfeld mit einem Großeinsatz gefordert. Einsatzgebiet waren laut Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer das Stadtgebiet Alsfeld sowie die Ortslagen Eifa, Eudorf, Elbenrod und Hattendorf. Zu dem Schadensereignis kam es gegen 21 Uhr. In dessen Folge waren Straßen nicht befahrbar, vollgelaufene Keller mussten ausgepumpt sowie Straßen von Erde und Schotter befreit werden, Laut Schäfer war auch der Alsfelder Bauhof im Einsatz. Bürgermeister Stephan Paule habe sich vor Ort über die Lage informiert.
Wie schon beim letzten Starkregen im August 2023 wurden in Alsfeld auch wieder die Keller der alten Feuerwache und des DRK unter Wasser gesetzt. In der alten Feuerwache an der Ecke An der Au/Carl-Metz-Straße ist mittlerweile die Atemschutzübungsanlage des Vogelsbergkreises angesiedelt. In Eudorf wühlte sich eine Schlammlawine die Straße »An der Welzbach« hinunter, so dass selbst die Eudorfer Feuerwehr vorerst nicht fahren konnte. Bei einem Hotel stand eine Garage mit etlichen Motorrädern knietief unter Wasser. Anwohner berichteten, dass sie so etwas in den letzten 50 Jahren nicht erlebt hätten.
Die Alsfelder Polizei musste eine Fahrbahnhälfte der Bundesstraße 254 kurz hinter Altenburg in Richtung Lauterbach wegen einer großen Wasserlache absperren.
In Elbenrod schossen Schlamm und Geröll die »Steingasse« hinunter und blockierten die »Berfaer Straße«. Auch hier wurde ein Keller mit Wasser überflutet. Nach dem Schlamm kam dicker Nebel und man sah kaum die Hand vor den Augen. Mit Flutlicht schob ein Radlader den Schlamm und das Geröll zur Seite, so dass die Durchfahrtsstraße von Elbenrod wieder frei war.
Schlamm und Schäden beseitigen
Die Brandschützer mussten auch in Eifa wegen dem Flüsschen Eifa tätig werden. Hier waren die Ehrenamtlichen wie üblich bei der Brücke Uferstraße/Aulastraße/Vorstadt auf der Bundesstraße 62 im Einsatz.
Erstaunlicher Weise wurden von den Stadtteilen Berfa und Lingelbach nichts gemeldet. Die Straßen konnte man jedoch nur mit Vorsicht befahren. Hier lagen stellenweise kleinere Äste, Schlamm und Geröll auf den Fahrbahnen und ab und zu große Wasserlachen.
Jedenfalls hatten die Alsfelder Feuerwehr und Stadtteilwehren alle Hände voll zu tun. Für die betroffenen Anwohner bedeutet es jetzt wieder, den Schlamm und die Schäden zu beseitigen. »Die letzten Einsatzkräfte waren um halb vier mit den Einsatzstellen fertig«, schilderte Stadtbrandinspektor Daniel Schäfer am Sonntagvormittag. An diesem Morgen sei die Feuerwehr noch einmal in Elbenrod im Einsatz gewesen, weil noch ein vollgelaufener Keller hinzugekommen sei. Die Hausbewohner hätten dies aber erst am Morgen bemerkt. Straßen habe die Alsfelder Feuerwehr »nicht groß« sperren müssen. Zwar seien die Verbindungsstraßen zwischen Elbenrod, Hattendorf und rund um diesen Bereich teilweise schwer befahrbar gewesen. »Die Leute waren zum Glück aber vernünftig und sind dort nicht entlang gefahren«, lobte Schäfer. Die Feuerwehr müsse nun noch ihre eigenen Einsatzmittel säubern, blickte er voraus. Außerdem stand am Sonntag noch der Tag der offenen Tür bei der Alsfelder Feuerwehr an. Dabei hatten die Einsatzkräfte eine wirklich kurze Nacht. Denn nach dem Unwettereinsatz sei man noch von »zwanzig nach vier bis zwanzig nach fünf auf der Autobahn bei einem Unfall gewesen.«
