Adam-von-Trott-Schule Sontra

Sontra: Jugendliche der Adam-von-Trott-Schule spenden an Kinderhospiz

+
Bei der Spendenübergabe: Oberstudienrat Christian Rothhardt, Schülersprecherin Maria Reuss (rechts) und ihre Stellvertreterin Marie Gonnermann.

Lehrer Christian Rothhardt hat mit der Stadt Sontra einen Tisch gefertigt. Die 850 Euro aus der Versteigerung gehen an das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz.

Sontra/Tambach-Dietharz – Die von der Adam-von-Trott-Schule Sontra gesammelten Spendengelder wurden jüngst dem Kinderhospiz Mitteldeutschland übergeben. Das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz bietet Familien mit schwerstkranken Kindern Unterstützung und Schutz, um eine Auszeit von ihrem belastenden Alltag zu nehmen. Dabei werden die Kinder gepflegt, die Geschwister betreut und die Eltern entlastet. Für den Spendenbetrag baute Christian Rothhardt einen Tisch aus Ulmenholz mit blauem Epoxidharz mit einer Länge von fast zwei Metern in Kooperation mit der Stadt Sontra. Der Geldbetrag der Versteigerung in Höhe von insgesamt 850 Euro kommt dem Kinderhospiz zugute. Zudem wurden von den Einnahmen der Kuchenverkäufe der Schülerinnen und Schüler ein Beitrag als Spende zur Verfügung gestellt.

Dafür machten sich Oberstudienrat Christian Rothhardt, die Schülersprecherin Maria Reuss und ihre Stellvertreterin Marie Gonnermann auf den Weg in die Partnerstadt Sontras nach Tambach-Dietharz. Bei der Ankunft begrüßte Uwe Köhler, der in der Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation tätig ist, die drei Besucher und informierte über das Kinderhospiz. Während Uwe Köhler mit Informationen und Berichten über die Arbeit und das Engagement im und um das Kinderhospiz Auskunft gab, wurde schnell deutlich, dass Kinderhospize, besonders das Kinderhospiz Mitteldeutschland, mehr als ein Zufluchtsort für Familien sind. Die Liebe, Hilfe, Leidenschaft und Freude, mit denen die Arbeit im Kinderhospiz täglich geprägt ist, spürt man schon beim Eintritt in die Räumlichkeiten. Das Kinderhospiz Mitteldeutschland bietet Familien mit todkranken Kindern Unterstützung und Ruhe in der letzten Lebensphase ihrer kranken Kinder.

Anschließend zeigte Uwe Köhler die Häuser und verschiedenen Räume, die alle reichlich aus warmem Holz gefertigt sind und durch die zahlreichen Fenster mit Licht durchflutet werden. Mit tollem Ausblick auf den Spielplatz ist der große Gemeinschaftsraum ein Esssaal mit Wohnzimmer, Kamin und Fischaquarium zugleich. Was ebenso nicht fehlen darf, ist das beliebte Spielzimmer. Neben dem warmen Bewegungsbecken und dem neuen Snoozle-Raum für Schmerzlinderung, Kraftschöpfung und Entspannung gibt es einen vielseitig einsetzbaren Bewegungsraum. Dort können die Kinder nicht nur Klettern, Schaukeln und Balancieren, sondern auch für Bewegungstherapien ist dieser Raum geeignet. Zusätzlich kann dieser platzsparend und im Handumdrehen zu einem Veranstaltungsraum umgebaut werden. Therapiehündin Mala und ihre Besitzerin Michaela Danz bereichern und helfen seit 2021 die Familien mit ihrer tiergestützten Therapie. Auch auf dem riesigen Außengelände gab es eine Menge zu entdecken.

Trotz allem wird jedem bewusst, dass dies auch ein Ort des Abschiedes ist. Bei einem Verlust des eigenen Kindes stehen das Pflegepersonal den Eltern und der gesamten Familie zur Seite und auch der Erinnerungsbaum und das Sternenkinderfeld geben Platz für Abschiede und Gefühle aller Art. Bei der Führung bemerkten wir, mit wie viel Liebe, Wärme und Kinderfreundlichkeit alles eingerichtet ist. Somit wird den todkranken Kindern ein geborgenes Umfeld gestaltet und ermöglicht, ohne eine Krankenhausstimmung zu erzeugen. Seit 2012 haben die Pfleger und Helfer bisher über 500 Familien einzigartige Momente geschenkt. „Wir sind dankbar, dass wir Spender für das Kinderhospiz Mitteldeutschland sein dürfen und können“, heißt es seitens der Adam-von-Trott-Schule. „Ein großer Dank geht an alle, die zur Spende beigetragen haben.“ (red/tli)

Kommentare