Kosten gestiegen

Budenbetreiber müssen mehr zahlen: Stadt Fulda erhöht Gebühren für Weihnachtsmarkt

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Für Standbetreiber auf dem Fuldaer Weihnachtsmarkt wird es künftig teurer. (Archivfoto)
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Die festliche Jahreszeit rückt näher, und damit auch die Eröffnung des Weihnachtsmarkts in Fulda, der pro Jahr bis zu eine Million Besucher anzieht. Budenbetreiber müssen sich nun auf höhere Kosten einstellen: Die Stadtverordnetenversammlung hat die Erhöhung der Standgebühren beschlossen.

Fulda - Die Gebühren waren letztmalig im Jahr 2011 erhöht worden, seitdem sind aber auch die Kosten für die Stadt Fulda erheblich gestiegen, sagte Bürgermeister Dag Wehner (CDU) jüngst in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. Dies hänge unter anderem auch damit zusammen, dass der Markt in der Corona-Pandemie entzerrt und auf die Friedrichstraße ausgeweitet worden war. Das machte beispielsweise zusätzliche Stromanschlüsse notwendig.

Stadt Fulda erhöht Gebühren für Stände auf dem Weihnachtsmarkt

Auch Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen hätten in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgeweitet werden müssen. Insbesondere hätten aber auch die Personalkosten zugenommen. Mit der Gebührenerhöhung könne das Defizit „ein Stück weit“ geschlossen werden.

Dieses lag vor der Corona-Pandemie bei circa 150.000 Euro, im vergangenen Jahr waren es knapp über 300.000 Euro. Um den Weihnachtsmarkt kostendeckend zu betreiben, müsste die Stadt die Standgebühren eigentlich verdoppeln, verdeutlichte Wehner. Stattdessen wolle man „mit Augenmaß“ vorangehen. Mit der künftigen Gebührenstruktur befinde sich Fulda im Vergleich mit anderen Städten im Mittelfeld.

Die Gebühren für Getränke- sowie Speisestände, an denen die höchsten Gewinne erwirtschaftet würden, werden um zehn Prozent und für Süßspeisenbuden um fünf Prozent erhöht. Nicht betroffen sind Warenstände, „denn auf diese sind wir weiter angewiesen, um die Attraktivität des Marktes zu erhalten“. Die Anpassung bedeute eine Erhöhung der Quadratmetergebühr um 26 Euro bei den Getränke- und Süßspeisenständen.

Die Stadt hat sehr viel für einen attraktiven Weihnachtsmarkt getan.

Patricia Fehrmann, Fraktionsvorsitzende der CDU

Aktuell zahle die größte Getränke-Bude während des Marktes 9746 Euro, die kleinste 792 Euro. Bei den Speisen sind es 8760 Euro beziehungsweise 1576 Euro, bei den Süßspeisen 2677 beziehungsweise 642 Euro und bei den Waren 321 beziehungsweise 2229 Euro. Hans-Dieter Alt (CDU), Vorsitzender des Ausschusses, erklärte: „Wenn man auf die Umsätze der Standbetreiber schaut, dann sieht man, dass die Anpassung im Bereich des Moderaten liegt.“

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) wies darauf hin, dass der Weihnachtsmarkt eine hohe Bedeutung für die Innenstadt-Belebung habe. Das hätten auch Gespräche mit Hotellerie und Gastronomie ergeben. „Wir haben den Anspruch, diese hohe Qualität beizubehalten. Daher ist der Weihnachtsmarkt auch mit Unterstützung durch die Stadt verbunden.“

Archiv-Video: Eröffnung Weihnachtsmarkt Fulda

Patricia Fehrmann, Fraktionsvorsitzende der CDU, lobte: „Die Stadt hat sehr viel für einen attraktiven Weihnachtsmarkt getan.“ Dass sich die Veranstaltung sehr positiv entwickelt habe, befand auch CWE-Chef Martin Jahn. Eine Gebührenerhöhung nach so langer Zeit sei angemessen.

In der neu gefassten Weihnachtsmarkt-Satzung wird zudem das Veranstaltungsgebiet um die Friedrichstraße erweitert. Die Straße wird mittlerweile schon seit drei Jahren einbezogen, nun wird dies auch offiziell festgeschrieben. Festgehalten ist auch, dass Standbetreiber „vorzugsweise“ energieeffiziente Beleuchtungssysteme verwenden sollten. Grünen-Fraktionschefin Silvia Brünnel regte an, diese verpflichtend zu machen. Bei einer neu ausgestatteten Bude sei dies ohnehin Stand der Zeit. „Das können wir aber nicht überall gewährleisten“, sagte Wehner. Daher gebe es keine klare Vorgabe, sondern eine Empfehlung.

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