Feier zur Eröffnung

Fulda wird offizieller Startpunkt des längsten Pilgerwegs der Welt

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Fulda wird ein offizieller Startpunkt des Jerusalemwegs, dem weltweit längsten Pilgerweg.
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Der Jerusalemweg ist der längste Pilgerweg der Welt. Fulda wird nun ein offizieller Startpunkt für einen Zubringerweg. Gefeiert wird dies am Freitag und Samstag (29. und 30. September) mit einem besonderen Programm.

Fulda - Spätestens seit dem Bestseller „Ich bin dann mal weg“, in dem Entertainer Hape Kerkeling eine eigene Tour auf dem Jakobsweg beschrieb, ist Pilgern im Trend. Auch viele Osthessen pilgern auf dem Jakobsweg. Vier Erfahrungsberichte hatte unsere Zeitung im Mai veröffentlicht.

Jerusalemweg: Fulda wird Startpunkt des längsten Pilgerwegs

Mit rund 7500 Kilometern Länge ist der Jerusalemweg der längste Pilgerweg der Welt. Jetzt wird Fulda ein offizieller Startpunkt für einen Zubringerweg der Pilger- und Kulturroute, die vom „Ende Europas“ in Finisterre (Spanien) bis nach Jerusalem führt und 15 Länder verbindet.

Deutschland hat eine Etappe an der Jerusalemweg-Hauptroute sowie drei Zubringerwege. Fulda ist mit dem „Jerusalemweg der Apostel“ neben Köln und Waldsassen/Volkenroda einer drei offiziellen Zubringerwege und somit Startpunkt in ein großes Abenteuer.

Die Route von Fulda bis Jerusalem beträgt mehr als 5000 Kilometer. „Der Zubringerweg ab Fulda führt über Würzburg und Rothenburg ob der Tauber bis nach Donauwörth und dann gemeinsam mit dem Zubringer aus Richtung Köln weiter donauabwärts bis nach Passau, wo dann die drei deutschen Zubringerwege vereint sind und in Linz schließlich in die aus Spanien über Frankreich und die Schweiz nach Österreich kommende Hauptroute einmünden“, erklärt die Stadt Fulda in einer Pressemitteilung.

Der Jerusalemweg endet - wie der Name verrät - in Jerusalem, der Hauptstadt Israels.

Die Stadt kündigt für die Eröffnung des Startpunkts ein besonderes Programm am Freitag (29.) und Samstag (30. September) an. Bei einer Filmvorführung mit Impuls-Vortrag des Jerusalemweg-Initiators Johannes Aschauer und Dr. Emanuel Gebauer unter dem Titel „Der Jerusalemweg: Alles beginnt mit dem ersten Schritt“ am Freitag um 20 Uhr im Festsaal der Orangerie werden „spektakuläre Einblicke einer Pilgerreise von Spanien bis nach Jerusalem“ gezeigt, heißt es.

Zudem berichten die Protagonisten von den Anfängen und Herausforderungen einer Pilgerreise. Darüber hinaus verraten sie kleine Anekdoten und Lebensgeschichten von unterschiedlichen Menschen, die sie auf ihren Reisen kennengelernt haben. Der Eintritt und die Platzwahl ist frei.

Video: Nach Corona-Lockdown - zurück zur Natur auf dem Jakobsweg

Am Samstag können Pilgerfreunde dann unter der Leitung von Stadtpfarrer Stefan Buß und Johannes Aschauer von 9 bis 13 Uhr gemeinsam ein kleines Teilstück auf dem Jerusalemweg von Fulda nach Pilgerzell wandern. Treffpunkt der kleinen Pilgertour ist am Fuldaer Dom. Die rund sechs Kilometer lange Strecke führt bis zur Kirche nach Pilgerzell. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Rückfahrt erfolgt eigenverantwortlich mittels ÖPNV.

Um 14 Uhr folgt am Samstag die feierliche Einweihung einer Friedenstaube im Beisein von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU). Die Wegzeichen sind Symbol für den Frieden und der Völkerverständigung. Jede Friedenstaube wird so aufgestellt, dass sie exakt nach Jerusalem blickt.

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