VonChristoph Manusschließen
Die Deutschlandzentrale von Nestlé zieht kommendes Jahr innerhalb Frankfurts um. 1500 Beschäftigte arbeiten dann in einem Gebäude am Hauptbahnhof, für das jetzt Richtfest war.
Nestlé kann in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres seine neue Deutschlandzentrale am Baseler Platz, ganz in Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs, beziehen. Das hat der Schweizer Nahrungsmittelkonzern jetzt zum Richtfest für den Neubau „Kreisler“ mitgeteilt. Gut 1500 Beschäftigte, die bisher am Sitz von Nestlé Deutschland im früher als Bürostadt Niederrad bekannten Lyoner Quartier arbeiten, sollen dann in den 45 Meter hohen Bürokomplex umziehen, den Competo Capital Partners und Quest Investment Partners errichten.
Nestlé hatte sich vor zwei Jahren 19 000 Quadratmeter Mietfläche im Neubau gesichert, der nach Plänen des Frankfurter Architekturbüros Faller + Krück entsteht. Der Konzern wird zwölf Etagen nutzen. Den Beschäftigten will er etwa ein Restaurant im Erdgeschoss, einen Gastro-Loungebereich im elften Stock, eine begrünte Dachterrasse und begrünte Außenbereiche bieten.
Bisheriger Standort von Nestlé in Frankfurt könnte auch Platz für Wohnungen bieten
Viele werden wohl trotzdem mal im Büro, mal von zu Hause aus arbeiten. Nach einer 2021 geschlossenen Betriebsvereinbarung zum hybriden Arbeiten könnten alle Beschäftigten dauerhaft rund 50 Prozent mobil arbeiten, teilte Nestlé Deutschland auf FR-Anfrage mit. Kleine Flächen im Komplex an der Ecke Baseler Straße/Gutleutstraße hat unter anderem der Coworking-Anbieter Sleeves Up gemietet.
Der aus den 70er Jahren stammende Nestlé-Komplex Lyoner Straße 23 in Niederrad gehört seit Ende 2020 den Investoren Imfarr und SN Beteiligungen. Diese wollen das Areal, wie es auf der Unternehmenshomepage von Imfarr heißt, zu einem „attraktiven Lebensquartier, das Wohnen und Arbeit miteinander verbindet“, entwickeln. Das Hauptgebäude soll dabei erhalten bleiben.
