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Sturmtief „Zoltan“ sorgt für Verkehrschaos in Hessen – verregnete Weihnachten

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Sturmtief „Zoltan“ zieht über Hessen und sorgt für Verkehrsbehinderungen. Der Deutsche Wetterdienst rechnet auch an Weihnachten mit Dauerregen.

+++ 14.35 Uhr: Das Sturmtief „Zoltan“, das in den Tagen vor Weihnachten über Hessen fegte, sorgte für zahlreiche Feuerwehreinsätze und erhebliche Verkehrsbehinderungen. Im Rheingau-Taunus-Kreis wurden über 40 wetterbedingte Einsätze registriert, im Main-Kinzig-Kreis waren es 164 Alarmierungen, vor allem wegen umgestürzter Bäume auf Straßen und Grundstücke.

Bei Niedernhausen (Rheingau-Taunus-Kreis) wurde ein Autofahrer leicht verletzt, als ein Baum auf sein Fahrzeug stürzte. Insgesamt blieb es jedoch bei Sachschäden, folgenschwere Unfälle wurden nicht gemeldet. Darüber hinaus kam es vereinzelt zu kurzzeitigen Stromausfällen durch umgestürzte Bäume in Oberleitungen.

Im Fernverkehr der Deutschen Bahn kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen. Einige ICE/IC-Verbindungen, darunter die Strecken Hamburg/Hannover - Kassel - Frankfurt/Stuttgart/Basel sowie Hamburg/Hannover - Kassel - Würzburg - München, waren eingeschränkt oder fielen aus. ICE-Züge zwischen Berlin/Leipzig/Erfurt und Frankfurt wurden umgeleitet und verspäteten sich um etwa eine Stunde. Betroffen war auch die ICE-Verbindung Wiesbaden - Frankfurt - Dresden. Die IC-Verbindung Münster - Siegen - Frankfurt/Stuttgart fiel komplett aus.

Ein Mitarbeiter von Hessen Forst am Freitag (22. Dezember) bei der Räumung einer Landstraße im Hochtaunuskreis.

Deutscher Wetterdienst erwartet Dauerregen bis Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag

Am Frankfurter Flughafen erteilte das hessische Verkehrsministerium am Donnerstagabend (21. Dezember) 43 Ausnahmegenehmigungen für Starts nach 23 Uhr. Zwei Maschinen wichen nach Düsseldorf und Stuttgart aus, drei weitere, darunter eine Lufthansa-Maschine aus London-Heathrow, landeten nach 23 Uhr.

Die anhaltenden Regenfälle haben auch die Hochwassersituation in Hessen verschärft. Derzeit ist an 15 Pegeln die Meldestufe 1 überschritten. In Nordhessen könnte am Wochenende im Einzugsgebiet der Diemel sowie an der Weser die Meldestufe 3 erreicht werden, wodurch auch bebaute Gebiete betroffen sein könnten. An Rhein, Main und Neckar steigen die Wasserstände an, hier ist gegen Ende der Woche ein Überschreiten der Meldestufe 1 möglich.

Der Deutsche Wetterdienst erwartet weiterhin Dauerregen und windiges bis stürmisches Wetter bei Höchstwerten zwischen sechs und elf Grad. Bis Heiligabend und auch am ersten Weihnachtsfeiertag soll es fast durchgehend regnen.

Sturmtief „Zoltan“ beeinträchtigt den Betrieb am Frankfurter Flughafen

+++ 10.35 Uhr: Das Sturmtief „Zoltan“ hat am gestrigen Donnerstagabend (21. Dezember) den Betrieb am Frankfurter Flughafen beeinträchtigt. Am heutigen Freitag (22. Dezember) hat sich die Lage nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport aber wieder normalisiert.

Ein Sprecher sprach von Verspätungen am Donnerstagabend und mehreren Starts nach 23 Uhr. Genaue Zahlen lagen zunächst nicht vor. An Deutschlands größtem Flughafen gilt eigentlich ab 23 Uhr ein Nachtflugverbot. In Ausnahmefällen wie am Donnerstag können die Fluggenehmigungen aber bis 24 Uhr verlängert werden.

Flugausfälle wegen des Sturms habe es aber nicht gegeben, sagte der Sprecher weiter. Am Freitagmorgen herrschte nach seinen Worten wieder Normalbetrieb: „Alle Ampeln sind auf Grün.“

Sturmtief „Zoltan“ sorgt für Verspätungen und Ausfälle im Bahnverkehr in Hessen

Erstmeldung vom Freitag, 22. Dezember, 9.30 Uhr: Kassel/Frankfurt – Das Sturmtief „Zoltan“ hat am Freitagmorgen (22. Dezember) zu Behinderungen im Bahnverkehr in Hessen geführt. Nach Angaben des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) kam es auf den Regionalbahnlinien 11, 12 und 15 wegen umgestürzter Bäume bei Friedrichsdorf und Usingen (Hochtaunuskreis) zu Verspätungen und Ausfällen.

„Zug fällt aus“ steht am Freitagmorgen (22. Dezember) auf einer Anzeigetafel in einem Bahnhof. (Symbolbild)

Verspätungen und Ausfälle im Bahnverkehr in Hessen durch Sturmtief „Zoltan“

Ähnliches galt für die Regionalbahnlinien 20, 21, 22 und 25 wegen umgestürzter Bäume auf der Strecke im Raum Limburg (Kreis Limburg-Weilburg). Beeinträchtigungen gab es nach Angaben der Deutschen Bahn auf der Strecke zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Erfurt.

Im Fernverkehr fielen zudem die ICE/IC-Verbindungen Hamburg/Hannover - Kassel - Frankfurt/Stuttgart/Basel sowie die ICE-Verbindungen Hamburg/Hannover - Kassel - Würzburg - München aus. (cas, dpa)

Rubriklistenbild: © Jan Eifert/Imago

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