A340

Technische Probleme bei Lufthansa: Airbus muss nach Start in Frankfurt umkehren

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Ähnliche Probleme wie bei Baerbocks Regierungsflieger: Ein Lufthansa-Flug wird aufgrund technischer Mängel abgebrochen.

Frankfurt - Vor rund einer Woche musste ein Airbus A340-300 der Lufthansa etwa zwei Stunden nach dem Start vom Frankfurter Flughafen wieder auf einer Piste in der Mainmetropole aufsetzen. Der Grund dafür? Ein technischer Defekt. „Eine der Fahrwerksklappen ließ sich nicht einfahren“, erklärte ein Sprecher der führenden deutschen Fluggesellschaft gegenüber dem Flughafenportal Aerotelegraph. Vor rund drei Monaten verhinderten ähnliche Schwierigkeiten bei einem Flugzeug desselben Typs die Pazifikreise von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne).

Zufall oder allmähliche Altersprobleme? Ein Lufthansa-Airbus des Typs A340-300 setzte vergangene Woche rund zwei Stunden nach dem Start am Flughafen Frankfurt wieder auf der Landebahn in der Mainmetropole auf.

Im August war Baerbocks Regierungsflugzeug gezwungen gewesen, nach dem Abheben in den Vereinigten Arabischen Emiraten unplanmäßig nach Abu Dhabi zurückzukehren, da die Landeklappen wegen eines technischen Problems nicht mehr eingefahren werden konnten. Mit den ausgefahrenen Klappen, die für den Start und die Landung notwendig sind, konnte der Luftwaffenairbus weder die vorgesehene Flughöhe noch die Reisegeschwindigkeit von über 800 Stundenkilometern erreichen. Die Besatzung brach den Flug nach Australien daher sicherheitshalber ab. Bereits bei Baerbocks Golfreise im Mai traten technische Probleme mit dem Regierungsflugzeug auf. Nach dem Vorfall zog die Bundeswehr ihre beiden A340-Flugzeuge vorzeitig aus dem Verkehr.

Lufthansa-Maschine kehrt zum Flughafen Frankfurt zurück

Eine ähnliche Situation wie die Bundesaußenministerin erlebten vergangene Woche die Passagiere des Lufthansa-Flugs LH446 von Frankfurt nach Denver (USA). Der Airbus startete am vergangenen Montagmittag (13. November) mit einer Verspätung von mehr als einer Stunde in der hessischen Großstadt, wie die Flugdaten von Flightradar24 belegen. Nach einem etwa zweistündigen Flug, der das Flugzeug über Fulda, Bad Hersfeld und Koblenz führte, landete der Airbus aufgrund von Problemen mit den Fahrwerksklappen schließlich wieder in Frankfurt.

Zufall oder allmähliche Altersprobleme? Ein Lufthansa-Airbus des Typs A340-300 setzte vergangene Woche rund zwei Stunden nach dem Start am Flughafen Frankfurt wieder auf der Landebahn in der Mainmetropole auf.

Nach der Landung wurde der Flug abgesagt und die Passagiere wurden auf andere Flüge umgebucht, wie das Reiseportal Frankfurtflyer berichtet, das als Erstes über den Vorfall informierte. Der 25 Jahre alte Airbus sei nach der unfreiwilligen Rückkehr von der Lufthansa vorübergehend zur Reparatur aus dem Betrieb genommen worden. Mittlerweile habe das Flugzeug jedoch bereits wieder Atlantikflüge absolviert. Laut Tagesschau.de sind noch 34 Modelle des Typs A340 in der Lufthansa-Flotte, 17 Maschinen der Serie A340-600 und 17 der Baureihe A340-300 - im Vergleich zu anderen europäischen Fluggesellschaften, die das ältere Modell nach und nach ausmustern, eine hohe Anzahl.

Typ A340 steht bei Lufthansa langfristig auf dem Abstellgleis

2011 hatte der europäische Flugzeughersteller Airbus die Produktion der A340-Serie eingestellt. Die Gründe dafür, dass die Lufthansa immer noch mit so vielen alten A340-Modellen fliegt, sind laut Branchenexperten zum einen die hohe Nachfrage nach Flügen und zum anderen die Tatsache, dass noch nicht genügend neuere Modelle von Airbus und Boeing verfügbar sind. Auch bei der Kranich-Airline sind die alten Maschinen langfristig zur Ausmusterung vorgesehen.

Laufzeiten von 30 bis 35 Jahren sind bei Flugzeugen durchaus üblich, wie Branchenkenner sagen. Flugzeuge seien nicht nur aufgrund ihres Alters anfällig für Fehler. Die A340-Modelle von Lufthansa liefen weitgehend störungsfrei. Dies betonte auch der deutsche Luftfahrtkonzern gegenüber Tagesschau.de: „Flugzeuge haben eine recht hohe Lebensdauer, und viele Komponenten werden innerhalb der Nutzungszeit (typischerweise mehrfach) getauscht und regelmäßig gewartet“. (nhe)

Die Lufthansa soll schnell die italienische Staatsfluggesellschaft Ita übernehmen, fordern Gewerkschaften. Das soll Arbeitsplätze sichern. Doch Auflagen der EU könnten Frankfurt treffen.

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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