Bundestagskandidat mit Ergebnis zufrieden

Thomas Schenk (AfD): „Wir werden bald stärkste Kraft“

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Sagt für seine Partei eine rosige Zukunft vorher: Thomas Schenk, Bundestagskandidat der AfD.
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Fotos einer Wahlparty der Rechtsaußen-Partei AfD können wir an dieser Stelle nicht liefern. Aus Angst vor Anschlägen wollte Bundestagskandidat Thomas Schenk seinen Aufenthaltsort am Sonntagabend nicht verraten. „Wir hatten über 20 Anschläge der Antifa während des Wahlkampfs, das ist der Grund dafür.“

Etwa 35 AfDler trafen sich deshalb im privaten Bereich, „sicher ist sicher“. Man könne gar nicht in Restaurants oder andere öffentliche Orte gehen, weil der jeweilige Gastwirt dann ab sofort verbrannt wäre. „Das können wir nicht verantworten.“

Zu den Zahlen sagte Schenk, dass er sehr zufrieden mit dem Ergebnis auf Bundesebene sei, sich daraus aber keine Regierungsperspektive für die AfD ergebe. „Der Wähler will schwarz-blau, dies wird aber unter Friedrich Merz nicht passieren. Deshalb bin ich sicher, dass es bald Neuwahlen geben wird. Unter diesen Gegebenheiten kann keine stabile Regierung gebildet werden.“

Schenk ist sich sicher, dass die Alternative für Deutschland in der Zukunft noch ordentlich zulegen und stärkste Kraft auf Bundesebene werden wird. Nach der Frage, wie kurzfristig das passieren könnte, sagt er: „Sehr bald“ und wiederholt, „es wird jetzt keine stabile Regierung geben“.

Niemand werde die AfD auf lange Sicht ignorieren können, „auch über Deutschland hinaus“, sagt Schenk. „Wir haben Rückenwind aus den USA, die enge Verbündete unseres Landes sind.“ Auch in anderen Ländern hätte die Partei viele Fans. „Unterstützer sind überall, wir haben komischerweise nur in Deutschland Probleme.“

Dass er das Direktmandat im Wahlkreis 167 Kassel nicht geholt hat, stört ihn mit Blick auf das Bundesergebnis der AfD nicht.

Einen Landeslistenplatz hatte Schenk nicht. „Ich stelle mich gerne dem Wähler im Wahlkreis Kassel und messe dem Direktmandat eine hohe Bedeutung zu. Wenn es so nicht geklappt hat, muss ich auch nicht in den Bundestag einziehen.“

Schenk hat in Helsa das stärkste Ergebnis in seinem Wahlkreis erzielt und dort 23,6 Prozent der Erststimmen geholt. In Nieste und Lohfelden holte er ebenfalls über 20 Prozent, in Kassel blieb Thomas Schenks Ergebnis unter 15 Prozent. (Theresa Novak)

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