VonSteven Mickschschließen
Mit Kulinarik und Kultur will Südkorea Frankfurt beim Museumsuferfest verwöhnen. Am letzten Wochenende im August ist es soweit.
Frankfurt – Thomas Feda, Geschäftsführer der Frankfurter Tourismusgesellschaft TCF, drückt es auf der Pressekonferenz galanter aus, aber eigentlich meint er: Südkorea hat Bock auf Frankfurt. Lust auf die Rolle als Gastland beim Museumsuferfest 2023 am übernächsten Wochenende. Freude an der Darstellung der Traditionen, kulturellen Errungenschaften und Eigenheiten des Landes. Das merkt man schon an der Rede des Generalkonsuls Kyungsok Koh, die er auf Deutsch hält und in der er erklärt, sein Land sei geehrt, bei einem so großen Fest Frankfurts Ehrengast sein zu dürfen.
Museumsuferfest in Frankfurt: Auswahl von Südkorea als Gastland kein Zufall
Dass Südkorea ausgewählt wurde, ist kein Zufall. In diesem Jahr feiern Deutschland und Korea 140 Jahre diplomatischer Beziehungen. Mehr als 15 000 Koreanerinnen und Koreaner in der Region bilden die größte koreanische Gemeinschaft auf dem europäischen Kontinent. Besonders die Provinz Jeollanamdo soll beim Fest im Fokus stehen. Auf dem Roßmarkt und an einem Stand am Mainufer präsentieren die Ehrengäste Kulinarisches, Kultur und Tourismus. Taekwondo, Fächertanz, K-Pop, Kimchi-Herstellung und eine traditionelle Hochzeit mit Trachten sind nur einige Stichwörter zu den Programmhighlights.
Über 68 Nationen präsentieren Speisen beim Museumsuferfest in Frankfurt
Ansonsten präsentieren mehr als 68 Nationen ihre landestypischen Speisen, auf 13 Bühnen wird an allen drei Veranstaltungstagen ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm geboten. Vier Kilometer umfasst die Standfläche in diesem Jahr, und die TCF rechnet erneut mit 1,2 Millionen Besucherinnen und Besuchern. Diese sollen möglichst auch den Weg in die vielen Frankfurter Museen am Mainufer, aber auch darüber hinaus finden. Sieben Euro kostet der Button, der den Eintritt zu allen Häusern ermöglicht.
Das Programm jedes einzelnen Museums nennen zu wollen, wäre utopisch. So gut wie überall gibt es Führungen und Workshops. Die Führungen beginnen in der Regel zur vollen Stunde und im Zweistundentakt. Auch an die jungen Museumsgäste werde mit speziellen Führungen oder Mitmachaktionen gedacht. Als Besonderheiten kann man sicherlich die Kaiserpfalz Franconofurd und die Domführung mit Orgelmusik (Freitag, 15 Uhr) herausheben. Im Dom darf man dann auf die Orgelempore, die sonst nicht zugänglich ist. In der Kaiserpfalz, deren Zugang über die Altstadt möglich ist, wird Familia Carolina einen authentischen Einblick in die Welt des Mittelalters geben.
Südkorea als Gastland: Viele Höhepunkte bei Museumsuferfest in Frankfurt
Bewährte Höhepunkte werden auch in diesem Jahr wieder ins Fest integriert. So wird es vor dem Museum Giersch erneut die Antiquariatsmeile geben. Auch die Orgel- und Chormeile feiert eine Wiederauflage, am Samstag ab 16 Uhr zunächst mit Orgelstücken. Beginnend in St. Leonhard gibt es insgesamt sechs unterschiedliche Auftritte in ebenso vielen Kirchen, immer zur vollen Stunde. Das Chorprogramm am Sonntag beginnt um 17 Uhr in der Dreikönigskirche, gefolgt von vier weiteren Darbietungen in anderen Kirchen.
Wem das alles zu viel Sitzen ist, der kann an der Sportweltbühne am Holbeinsteg Inspiration für neue Sportarten sammeln oder gleich selber mitmachen. (Steven Micksch)
Rubriklistenbild: © Monika Müller

