VonGeorg Leppertschließen
Eigentlich hatte sich die Koalition im Römer gegen eine Waffenverbotszone im Frankfurter Bahnhofsviertel. Doch nun wird die Diskussion neu geführt.
In die Diskussion über eine Waffenverbotszone kommt wieder Bewegung. Wie die Volt-Partei am Mittwoch mitteilte, befürwortet sie im Bahnhofsviertel eine solche Zone. Unter anderem die Polizei und die CDU fordern diese seit Monaten.
Diese Entscheidung ist für die Koalition im Römer von Bedeutung. Denn das Viererbündnis aus Grünen, SPD, FDP und Volt hatte sich erst vor einigen Wochen gegen eine Waffenverbotszone ausgesprochen.
Unumstritten war diese Entscheidung jedoch nicht. Die FDP könnte sich eine entsprechende Regelung durchaus vorstellen, zumal Ordnungsdezernentin Annette Rinn (FDP) dafür wirbt. Auch in der SPD gibt es zumindest einige Befürworter:innen. Der sozialdemokratische Oberbürgermeister Mike Josef hatte sich im Wahlkampf ebenfalls für die Waffenverbotszone ausgesprochen.
Eine Waffenverbotszone sollte zumindest ausprobiert werden und zeitlich befristet sein, teilte Volt am Mittwoch mit. Pfeffersprays müssten von der Regelung ausgenommen sein – das Mittel sei für das Sicherheitsempfinden vieler Menschen wie etwa Obdachloser sehr wichtig.
Die Waffenverbotszone sei „kein Allheilmittel“, sagte Volt-Vorsitzender Finn Follert. Eine Einführung würde aber zeigen, „dass sich die Koalition um die Sicherheit der Bürger:innen ernsthaft kümmert“.
