VonFlorian Dörrschließen
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturmböen und Regen in Kassel und Nordhessen. Die Böden sind durchweicht, umstürzende Bäume sind nicht ausgeschlossen.
Update vom Donnerstag, 2. November, 14.31 Uhr: Weiterhin wirbeln atlantische Tiefdruckgebiete mit ihren Ausläufern Kassel und Nordhessen ordentlich durch. Die Warnung des DWD für die Region besteht weiterhin. Nach aktuellem Stand gilt die Warnung der Stufe 2 für die Region bis 18 Uhr am Donnerstagabend. Am Abend und in der Nacht zum Freitag rechnen die Experten vielerorts mit Windabschwächung. In Teilen West- und Nordwestdeutschlands muss aber weiterhin mit lebhaftem Wind aus Südost bis Südwest gerechnet werden.
Sturmtief über Kassel und Nordhessen birgt Gefahren – Tierpark am Edersee bleibt geschlossen
Erstmeldung vom Donnerstag, 2. November, 10.41 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Donnerstagmorgen (2. November) vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern in Kassel und weiten Teilen Nordhessens. In höheren Lagen des Landes könnten die Windgeschwindigkeiten auf 80 Stundenkilometern anwachsen. Auf exponierten Gipfeln sind sogar Sturmböen von bis zu 90 Stundenkilometern möglich.
Konkret betroffen sind folgende Städte und Landkreise:
- Stadt und Kreis Kassel
- Werra-Meißner-Kreis
- Kreis Waldeck-Frankenberg
- Schwalm-Eder-Kreis
- Kreis Hersfeld-Rotenburg
Durch die Jahreszeit und das Wetter der vergangenen Tagen in Kassel und Umgebung könnte das deutliche Auswirkungen haben: Da viele Bäume noch belaubt sind und die Böden momentan recht feucht sind, besteht die Gefahr von umstürzenden Bäumen. Dies teilte ein DWD-Meteorologe mit.
Das hat in Nordhessen bereits konkrete Auswirkungen: Wegen des Sturmtiefs bleibt der Wildtierpark Edersee am Donnerstag geschlossen. Die Gefahr durch herabstürzende Äste sei zu groß.
Sturmböen über Kassel und Nordhessen noch bis in den Nachmittag
Die kritische Wetterlage in Kassel und Nordhessen könnte noch einen Moment andauern: „Die gefährliche Sturmlage ist nämlich noch lange nicht vorbei - bis in den Nachmittag hinein sind schwere Sturmböen möglich. Also auch dann, wenn die Schulkinder wieder den Weg in Richtung Zuhause antreten“, erklärt Klimatologe Dr. Karsten Brandt von donnerwetter.de. Im Laufe des Nachmittags sollte sich das Wetter auch nach Angaben des DWD beruhigen. Zusätzlich zu den Wind- und Sturmböen sind laut DWD in Kassel und Nordhessen aber auch Regenschauer zu erwarten. Die Temperaturen erreichen dabei Spitzenwerte von 12 bis 14 Grad, im Bergland sind es 9 Grad.
Der Freitag (3. November) bringt nur vereinzelt Regen, so der DWD. Am Nachmittag lässt sich sogar die Sonne blicken. Die Temperaturen erreichen Werte von 7 bis 11 Grad, in höheren Lagen sind es 5 Grad. Dazu kommt ein mäßiger Wind, der zeitweise stark böig auffrischt.
Ab Samstagnachmittag (4. November) ist in Hessen wieder mit Regen zu rechnen. Die Temperaturen klettern auf Höchstwerte von 9 bis 12 Grad, in höheren Lagen sind es 6 Grad. Begleitet wird das Ganze von einem mäßigen, teils frischen Wind mit starken bis stürmischen Böen. Der DWD rechnet im höheren Bergland auch mit Sturmböen.
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