VonUlrike Pflüger-Scherbschließen
Erneut haben sich in Nordhessen in den vergangenen Tagen mehrere Opfer von Betrugsfällen, die sich über den Messenger-Dienst „WhatsApp“ abspielten, bei der Polizei Kassel gemeldet.
Kassel - Wie üblich bei der Masche hatten sie zunächst eine Nachricht von einer unbekannten Nummer erhalten, wobei sich der oder die Absendende als Sohn oder Tochter mit neuer Handynummer ausgab, teilt Polizeisprecher Matthias Mänz mit. Anschließend gaben die vermeintlichen Angehörigen vor, eine dringende Rechnung überweisen zu müssen, aber wegen des neuen Handys noch keine Online-Überweisung tätigen zu können.
Hilfsbereit seien die Opfer eingesprungen und überwiesen das Geld in dem Glauben, Rechnungen für ihr Kind zu bezahlen. In Kassel verlor ein Ehepaar, das drei Überweisungen tätigte und am Mittwoch Anzeige bei der Polizei erstattete, über 5000 Euro an Betrüger. Im Werra-Meißner-Kreis kam es bereits am Dienstag zu zwei Fällen, bei denen die Täter jeweils knapp 2000 Euro ergaunerten.
Die Polizei nimmt diese Fälle zum Anlass, erneut auf die Betrugsmasche via WhatsApp hinzuweisen und davor zu warnen.
Zudem gibt die Polizei Kassel folgende Tipps zum Schutz vor diesem Betrug:
- Seien Sie grundsätzlich misstrauisch gegenüber Geldforderungen, egal ob per Post, E-Mail, Telefon oder Messenger-Dienst.
- Rufen Sie die Person unter der Ihnen bekannten Nummer an oder vergewissern Sie sich persönlich, ob die Nachricht tatsächlich von Ihr stammt.
- Wenn Sie von einer (vermeintlich) bekannten Person unter einer unbekannten Nummer kontaktiert werden, speichern Sie die Nummer nicht automatisch ab.
- Lassen Sie sich in keinem Fall unter Druck setzen und zu einer vorschnellen Überweisung verleiten.
- Informieren Sie Ihre Angehörigen über diese Betrugsmasche und treffen Sie Absprachen.
- Falls Sie Opfer geworden sind: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und informieren Sie umgehend Ihre Bank, um Zahlungen eventuell zu stoppen oder rückgängig zu machen. (use)
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