VonEike Zennerschließen
Kurz vor Weihnachten bleibt es vielerorts ungemütlich. In höheren Lagen gibt es aber Schnee. Die Chancen auf weiße Weihnachten auch in den Mittelgebirgen steigen.
Update vom 21. Dezember, 11.05 Uhr: Auch in der Rhön und im Vogelsberg besteht drei Tage vor Heiligabend nach Experten-Prognose nach wie vor die Chance auf weiße Weihnachten. „,In höheren Lagen ist die Bildung einer Schneedecke wahrscheinlich“, erklärt Diplom-Meteorologe Adrian Leyser vim Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit Blick auf das Hessen-Wetter am Sonntag.
Bei starker Bewölkung ist in der Nacht zu Montag im hessischen Bergland Schneeregen und Schnee möglich, bei Tiefsttemperaturen zwischen 1 bis -2 Grad. Auch tagsüber wird dann im Bergland in Hessen oberhalb von 500 Metern mit Schnee und Glättegefahr gerechnet.
Zumindest bis Heiligabend ein bisschen Winterflair
Oberhalb von 400 bis 600 Metern sollte sich eine dünne Schneedecke ausbilden können. Diese hält sich bis zumindest Heiligabend und sorgt für ein bisschen Winterflair“, erklärt der DWD-Experte. An den Weihnachtsfeiertagen soll das Hoch Günther in Süddeutschland für Postkarten-Winterwetter sorgen, während im Rest des Landes Regen den Schnee schmelzen lässt.
Erstmeldung 20. Dezember, 11.46 Uhr: Fulda - Die Menschen in Hessen müssen in den Tagen vor Weihnachten mit regnerischem Wetter und viel Wind rechnen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen vier und acht Grad. Es gibt Schauer und wird teilweise sehr windig. Das teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.
Weiße Weihnachten: In den Mittelgebirgen und an den Alpen soll es schneien
Im höheren Bergland ist am Freitag (20. Dezember) und Samstag (21. Dezember) mit Schneeregen und Glätte zu rechnen. Schnee gibt es im Bergland am Sonntag (22. Dezember). Und teils bleibt dieser dort sogar liegen. „In höheren Lagen ist die Bildung einer Schneedecke möglich“, erklärt der DWD. Autofahrer müssen aufpassen: Es herrscht Glättegefahr.
Für Teile Nord- und Osthessens gibt es Warnungen vor Frost. Bis Sonntagabend könnte die Schneefallgrenze dank Tief Diana, das Kaltluft nach Deutschland bringt, sogar auf rund 200 Meter sinken. Dann kann es auch in Fulda schneien.
Das wechselhafte Hessen-Wetter setzt sich auch am Montag (23. Dezember) fort. Oberhalb von 300 bis 400 Meter geht der Regen erneut in Schnee über. In den Mittelgebirgen - und damit in Rhön und Vogelsberg - steigt somit die Chance auf weiße Weihnachten.
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Zuletzt waren die Meteorologen noch davon ausgegangen, dass allein im Südosten Deutschlands an Weihnachten Schnee liegt. DWD-Meteorologe Martin Jonas erklärte am Freitag mit Blick auf das Deutschland-Wetter: „An Heiligabend setzt sich zunehmend Hochdruckeinfluss durch.“
„Im Südosten lassen die Schneeschauer nach, an den Alpen rieselt es aber wohl bis in die Nacht hinein - der Heiligabend-Traum vieler und das passende Wetter für ,lichtglänzende‘ Augen an Heiligabend.“ Vom Südwesten bis in den Nordosten soll es trocken bleiben. Wo Schnee liegt - auch in den Mittelgebirgen -, da bleibt er liegen, sagt Jonas.
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„Das ist doch schon was“, meint der Wetter-Experte. Meteorologe Dominik Jung von wetter.net hält im Alpenraum bis Heiligabend sogar 50 Zentimeter bis einen Meter Neuschnee für möglich. Er erwartet ein Schneetief am 23. Dezember über Süddeutschland.
Für den Nordwesten Deutschlands hat Tief Diana hingegen das übliche milde Weihnachtswetter parat. „Das bedeutet Regenschirm statt Schneemann“, so DWD-Experte Jonas. Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag nimmt dann - Stand jetzt - der Hochdruckeinfluss zu. In Südostbayern gibt es wohl noch etwas Schnee, ansonsten ist es weitgehend trocken, aber nicht unbedingt sonnig.
